Mit ihrem unerwarteten Stadion-Doppelpass haben die Grazer Fußballklubs Sturm und GAK ordentlich Druck auf die Stadtregierung aufgebaut. Vor allem Bürgermeisterin Elke Kahr steht jetzt unter Zugzwang. Die Stadion-Frage könnte zum Wahlkampfthema werden.
Wenn die Schwarzen und Roten im Fußball gemeinsame Sache machen, bringt das die Dunkelroten im Grazer Rathaus gehörig unter Druck. So lassen sich die jüngsten Entwicklungen in der Stadion-Thematik an der Mur farblich zusammenhalten. Dass Sturm und GAK sich jetzt auf ein gemeinsames Konzept für den Umbau in Liebenau geeinigt haben, setzt nämlich vor allem die kommunistische Stadtchefin Elke Kahr unter Zugzwang.
Verweigert sie weiterhin den Tor-Abschluss, könnte die Stadionfrage zum Wahlkampfthema werden. Denn eigentlich war ihre dunkelrot-grün-rote Koalition mit dem Versprechen angetreten, sich der Thematik anzunehmen und eine Lösung zu finden. Rund viereinhalb Jahre später ist diesbezüglich aber nicht viel passiert.
Und dass es nicht unbedingt förderlich ist, wenn sich Tausende Fußballfans in Graz auf den Bürgermeister einschießen, kann sie bei ihrem Vorgänger Siegfried Nagl erfragen. Vorm letzten Urnengang in Graz 2021 machte Sturms Nordkurve gegen den einstigen ÖVP-Chef mobil. Der KPÖ und Kahr droht bei weiterem Zeitspiel Ungemach von beiden Fanlagern – also Sturm und GAK. Dies kann sich natürlich dann auch aufs Wahlergebnis auswirken. Es bleibt jedenfalls spannend.
Einen schönen Donnerstag!
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