Beim Strompreis kommt etwas in Bewegung: Nachdem ein günstiger „Österreich-Tarif“ beim Verbund angekündigt worden ist, will nun auch die Energie Steiermark ihre Preise senken. Bestätigt sehen sich sowohl FPÖ-Landeshauptmann Mario Kunasek als auch SPÖ-Chef Max Lercher.
Der Druck wird weitergegeben: von der Bundesregierung, die billigere Energie verspricht, auf den verstaatlichten Verbund-Konzern, der ab März einen „Österreich-Tarif“ unter 10 Cent netto pro Kilowattstunde anbieten will, und nun weiter an andere Energieversorger, die mithalten müssen. Am Samstag bestätigen die Energie-Steiermark-Vorstände Martin Graf und Werner Ressi: „Vor dem Hintergrund der aktuellen Marktentwicklungen gehen wir davon aus, noch im ersten Halbjahr eine weitere Preissenkung umzusetzen. Unsere internen Berechnungen laufen gerade.“
Das Unternehmen steht ja seit 2023 wieder zu 100 Prozent im Eigentum des Landes Steiermark. Die SPÖ unter Max Lercher fordert seit Monaten einen „Steiermark-Tarif“ – politische Eingriffe in die Preisgestaltung sind aber äußerst heikel, Lerchers Vorgänger Anton Lang hat das strikt abgelehnt. So lautete bisher auch die Position von FPÖ-Landeshauptmann Mario Kunasek.
„Einen Steirer-Malus werde ich nicht akzeptieren“
Am Freitag ging er aber auf Facebook in die Offensive und schrieb: „Eine Reduktion der Strompreise im Rahmen der wirtschaftlichen Möglichkeiten der Energie Steiermark ist dringender denn je, um die heimische Wirtschaft und die steirischen Haushalte zu entlasten. Wenn auf Bundesebene günstigere Strompreistarife eingeführt werden, dann wird auch die Steiermark nicht tatenlos zusehen. Einen Steirer-Malus für Strompreise werde ich als Landeshauptmann nicht akzeptieren.“
Ein Schelm, wer an einen zeitlichen Zufall mit der Ankündigung der Energie Steiermark glaubt. Zufrieden reagierte jedenfalls Lercher: „Es ist erfreulich, dass der monatelange Druck der steirischen Sozialdemokratie endlich Früchte trägt und Landeshauptmann Kunasek beim Thema Strompreise ein spätes Umdenken zeigt.“ Er fordert eine rasche Umsetzung – und erneut ein Bekenntnis von Kunasek, die Anteile am Unternehmen nicht wieder zu verkaufen.
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