Richard Freicham ist der Landesleiter der Salzburger Bergrettung. Er sprach nach den vielen Lawinentoten am Samstag mit der „Krone“ über die derzeitigen Bedingungen in den Bergen. Warum er sogar mit noch mehr Risiko in den kommenden Tagen rechnet.
„Krone“: Wie sind derzeit die Bedingungen in den Bergen?
Richard Freicham: Man hört es jeden Tag und wir können auch nur wieder sagen: Bitte bleibt’s daheim! Die Bedingungen sind derzeit einfach extrem. Ich verstehe die Leute nicht, die trotzdem exponierte Osthänge gehen. Es gibt derzeit keine sicheren Touren, außer man geht auf der Piste.
Warum glauben Sie, dass manche das dennoch tun?
Ich weiß es nicht. Wir haben darüber diskutiert, was wir noch machen können. Die Saison hat sehr spät begonnen, jetzt will jeder gehen. Es fehlt der Untergrund. Mir tun auch meine Leute von der Bergrettung leid. Wenn man sich vorstellt, dass wir am Wochenende fünf Totbergungen hatten – das muss man erst mal verarbeiten!
Was schätzen Sie, wie sich die Lage entwickeln wird?
Ich habe die Befürchtung, dass es noch schlimmer wird. Wenn es kurz wärmer wird und dann schneit, wird die Lage noch kritischer.
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