Israel will dem hochumstrittenen rechten US-Aktivisten Charlie Kirk posthum einen Preis für seinen Kampf gegen Antisemitismus verleihen. Die Ehrung findet Ende Jänner auf einer Konferenz in Jerusalem statt, wo auch Ex-Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) als Redner erwartet wird.
Der US-amerikanische rechtskonservative Podcaster und Aktivist Charlie Kirk, der vergangenen September bei einer Diskussion an einer US-Uni erschossen worden war, war ein überzeugter Unterstützer Israels und berief sich dabei auch auf die Bibel. Premier Benjamin Netanyahu bekundete nach dessen Tod seine Trauer für den „löwenherzigen Freund Israels“, der sich für die „jüdisch-christliche Zivilisation“ starkgemacht habe.
Regierung richtet Konferenz aus
Jetzt hat Netanyahus Büro angekündigt, dass Kirk bei der Internationalen Konferenz zur Bekämpfung des Antisemitismus geehrt werden soll. Die von der israelischen Regierung veranstalteten Konferenz findet zum zweiten Mal statt und hat sich ihrer Selbstbeschreibung zufolge der „Bekämpfung von Antisemitismus und Holocaustleugnung in der heutigen Welt“ gewidmet.
Neben Kurz werden auch zahlreiche andere prominente Politiker und Politikerinnen bei der Konferenz am 27. Jänner – dem Holocaust-Gedenktag – erwartet. Zu den angekündigten Rednern und Rednerinnen zählen etwa der albanische Premierminister Edi Rama, der ungarische Europaminister János Bóka, die ehemalige ukrainische Regierungschefin Julia Timoschenko und Flavio Bolsonaro, Sohn des ehemaligen brasilianischen Präsidenten.
Antisemitischen Mythos verbreitet
Charlie Kirk galt nicht nur ein enger Vertrauter von US-Präsident Donald Trump und Vertreter der MAGA-Bewegung, sondern äußerte sich auch wiederholt rassistisch, trat für das Recht auf Schusswaffen ein und verbreitete auch rechtsextreme Verschwörungserzählungen, etwa die des „Großen Austausches“, die selbst einen antisemitischen Kern hat.
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