4,6 Prozent Anstieg

Wohnen in Österreich hat sich weiter verteuert

Wirtschaft
13.03.2026 12:55
Porträt von krone.at
Von krone.at

Das Wohnen in Österreich hat sich zum Jahresende 2025 weiter verteuert. Im vierten Quartal des Vorjahres stieg die durchschnittliche Miete inklusive Betriebskosten auf 10,4 Euro pro Quadratmeter. Das ist ein Plus von 1,6 Prozent gegenüber dem dritten Quartal und ein Anstieg um 4,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. 

Damit blieb das Mietniveau im gesamten Jahr 2025 durchgehend im zweistelligen Euro-Bereich, wie die Statistik Austria am Freitag mitteilte. Für eine durchschnittliche Hauptmietwohnung zahlten Haushalte im Schlussquartal 686,8 Euro pro Monat.

Davon entfielen 172,5 Euro – beziehungsweise 2,6 Euro pro Quadratmeter – auf die Betriebskosten, die sich im Vergleich zum Vorquartal um 1,3 Prozent erhöhten. Die reinen Mietkosten beliefen sich auf 7,8 Euro pro Quadratmeter. „Damit lagen die Durchschnittsmieten seit Jahresbeginn 2025 konstant über 10 Euro pro Quadratmeter“, sagte Statistik-Austria-Generaldirektorin Manuela Lenk laut Mitteilung.

Das Balkendiagramm zeigt die durchschnittlichen Wohnkosten in Österreich 2025. Die Kosten pro Hauptmietwohnung steigen von 662,9 Euro im vierten Quartal 2024 auf 686,8 Euro im vierten Quartal 2025. Pro Quadratmeter erhöhen sich die Kosten von 9,9 auf 10,4 Euro. Nach Bundesländern sind die Wohnkosten pro Quadratmeter in Salzburg mit 12,2 Euro am höchsten und im Burgenland mit 7,7 Euro am niedrigsten. Quelle: Statistik Austria.

1,8 Millionen Hauptmietwohnungen
Die erhobenen Kosten beziehen sich auf hochgerechnet 1,8 Millionen Hauptmietwohnungen in Österreich. Knapp 40 Prozent davon entfallen auf Genossenschaftswohnungen, rund 15 Prozent auf Gemeindewohnungen. Auf dem privaten Markt werden etwa ein Drittel (31,2 Prozent) der Mietverhältnisse frei vereinbart. Den Richtwertmietzins zahlen 13,4 Prozent der Mieterhaushalte, während weitere 1,3 Prozent unter den Kategoriemietzins fallen.

  Im Bundesländervergleich zeigen sich bei der Art der Mietverhältnisse deutliche Unterschiede. Wien verzeichnet mit 21,0 Prozent den höchsten Anteil an Richtwertmieten und weist mit 22,0 Prozent den geringsten Anteil an privaten Hauptmieten auf dem freien Markt auf. Die Steiermark folgt mit 11,4 Prozent auf dem zweiten Platz bei den Richtwertwohnungen. In den westlichen Bundesländern dominieren hingegen private Mietverträge auf dem freien Markt: Vorarlberg führt hier mit 55,4 Prozent, gefolgt von Tirol (52,0 Prozent) und Salzburg (48,0 Prozent). In anderen Bundesländern wie dem Burgenland (70,4 Prozent) und Oberösterreich (58,5 Prozent) bilden wiederum Genossenschaftswohnungen die klare Mehrheit.

Ab 2026 veröffentlicht die Statistik Austria die jährlich festgesetzten Richtwerte und Kategoriebeträge jeweils mit 1. April. Alle aktuellen Beträge sind dann auf einer neuen Website im Themenbereich Wohnen abrufbar.

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