Bürgerbefragung naht

„Wander-Stammtisch“ stürmt gegen Windräder

Niederösterreich
13.03.2026 13:00

Eine Bürgerbefragung entscheidet kommenden Sonntag über die Energiezukunft einer Waldviertler Gemeinde. Gegenwind gibt es aber vor allem aus anderen Orten.

Soll die Marktgemeinde Burgschleinitz-Kühnring Flächen für drei Windkraftanlagen widmen? Diese Frage wird den Bürgern dort übermorgen, am Sonntag, gestellt. Es geht um drei Anlagen, die sich künftig abseits von bewohnten Flächen drehen würden. Noch weiter aus der „Ferne“ kommt die größte Kritik gegen die geplanten Windräder. Eine Bürgerinitiative lud kürzlich per Flugblatt in ein Gasthaus, um über Pro- und Gegenargumente zu sprechen.

Nebenorte fürchten Windrad-Welle
Direkt aus Burgschleinitz war kaum jemand dabei. Trotzdem wünschten sich die Beteiligten, dass die Befragung mit „Nein“ zur Windkraft ausgeht. „Weil sonst bald im ganzen Waldviertel Anlagen stehen“, sagte eine Teilnehmerin in ein Mikrofon, das durch den Raum gereicht wurde. Dass gerade Niederösterreich Windrad-Land ist, stößt hier den meisten sauer auf. Die Gründe sind vielfältig, doch einer wird immer wieder mit Nachdruck genannt: „Sie schauen einfach nicht schön aus in der Natur“. Gebaut werden sie laut Verbund aber ohnehin nur dort, wo kein Naturschutzgebiet ist. 

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Alles, was zur Energiewende beiträgt, und uns von Öl, Gas usw. unabhängig macht, ist zu befürworten.

Bürgermeister Burgschleinitz-Kühnring, Andreas Boigenfürst

Strom reicht für 20 Jahre 
Die „Krone“ war auch direkt in Burgschleinitz – 17.000 Häuser sollen durch das Projekt mit Strom versorgt werden können. Der Verbund spricht von einem Tarif von 9,6 Cent pro Kilowattstunde für die nächsten 20 Jahre. Ein Vertreter des Energiekonzerns war auch beim Wind-Stammtisch dabei. „Wir wollen aber nicht hören, was Sie zu sagen haben“, riefen einige Gegner aus den Reihen bei der Veranstaltung. Einige der Teilnehmer seien bei allen Windkraftgegner-Veranstaltungen, die durchs ganze Bundesland – und auch Oberösterreich – ziehen, immer vertreten. 

Einige klopften auch bei Burgschleinitz Bürgermeister Andreas Boigenfürst (ÖVP) an. „Fragen sind natürlich berechtigt“. Die Bürgerbefragung wurde angestoßen, weil es auch im Gemeinderat Ungereimtheiten gab. „Jede Gemeinde sollte einen kleinen Beitrag zur Energiewende leisten“, sagt Boigenfürst zum Thema Windkraft.  Er kündigte an: ab einer Wahlbeteiligung von 40 Prozent der Wahlberechtigten am Sonntag ist das Ergebnis bindend. 

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