Der Bitcoin hat am Mittwoch weiter von der angespannten Lage im Iran und der Sorge vor geopolitischen Unsicherheiten in der Region am Persischen Golf profitiert. Eine stärkere Nachfrage nach der ältesten und bekanntesten Kryptowährung ließ den Kurs auf der Handelsplattform Bitstamp bis auf etwa 95.700 Dollar (82.118 Euro) steigen. Damit lag er etwa 1000 Dollar über dem Niveau vom Vorabend.
Zuvor hatte ein Kurssprung den Bitcoin in der Nacht zum Dienstag für kurze Zeit über 96.000 Dollar steigen lassen und damit auf den höchsten Stand seit Mitte November. Nach Einschätzung des Analysten Timo Emden von Emden-Research sind die jüngsten Gewinne beim Bitcoin „weniger Ausdruck neuer fundamentaler Stärke als vielmehr eine Reaktion auf ein angespanntes globales Umfeld“.
Geopolitische Unsicherheiten treiben neben Edelmetallen auch Bitcoin
Neben den Protesten im Iran, die vom Regime in Teheran gewaltsam niedergeschlagen werden, hat auch der US-Militärschlag gegen Venezuela geopolitische Unsicherheiten geschürt.
Suche nach sicheren Anlagehäfen
Zu den großen Profiteuren der Entwicklung zählen vor allem Edelmetalle wie Gold und Silber, deren Preise immer neue Rekordwerte erreichen. Marktbeobachter sehen die jüngsten Kursgewinne bei Kryptowährungen allerdings auch als eine Folge der stärkeren Nachfrage nach sicheren Anlagehäfen.
Für weitere Kursgewinne beim Bitcoin bis über die Marke von 100.000 Dollar braucht es nach Einschätzung des Analysten Emden aber noch mehr Rückenwind durch die Zinspolitik in den USA. „Solange die US-Notenbank keine zusätzlichen Zinssenkungen signalisiert, bleibt die Bewegung lediglich taktischer Natur“, sagte er.
Im vergangenen Jahr waren sinkende Zinsen einer der stärksten Kurstreiber beim Bitcoin. Vor allem Zinssenkungen durch die US-Notenbank Fed spielen eine wichtige Rolle. Sie stärken die Nachfrage nach den Kryptowährungen, die keine Marktzinsen abwerfen, und haben den Bitcoin im Oktober auf ein Rekordhoch von 126.000 Dollar steigen lassen.
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