Die Grüne im Ausschuss

Nina Tomaselli: Streitlustig, aber mit Witz

Innenpolitik
09.01.2026 06:00

Sie ist laut, resolut und streitlustig, sie macht aber auch gerne Witze. Die Grüne Stürmerin im Untersuchungsausschuss, Nina Tomaselli, bleibt selten unbemerkt. Die 40-jährige Vorarlbergerin hat sich im Ibiza-U-Ausschuss 2020 einen Namen als grüne Chef-Aufdeckerin gemacht.

Schon ihre politischen Anfänge im Heimatbundesland Vorarlberg sorgten für regionale Aufmerksamkeit. Sie gründete just in Frastanz, der Heimatstadt von Landeshauptmann Markus Wallner, die Grünen und war ab 2010 im Gemeinderat vertreten. Familiär hat sie – nicht untypisch für Grüne am Land – schwarze Wurzeln. Ihr Vater ist Tischlermeister. Den Familiennamen hat sie von italienischen Vorfahren.

Spielerin im FC Nationalrat
2014 wurde Tomaselli in den Vorarlberger Landtag gewählt. Als sie im Oktober 2019 als Nationalrätin in Wien angelobt wurde, atmete die Vorarlberger ÖVP, der sie stets lästig war, auf. Bereits 2020 fiel die streitbare Vorarlbergerin im Ibiza-Untersuchungsausschuss auf. Aber auch als eine der ersten weiblichen Spielerinnen im Fußballklub des Parlaments machte sie Schlagzeile.

Die Vorarlbergerin gehört nicht zur Fraktion der „Verschwörungstheoretiker“.
Die Vorarlbergerin gehört nicht zur Fraktion der „Verschwörungstheoretiker“.(Bild: APA/GEORG HOCHMUTH)

Mit Fußball alleine ist es aber nicht getan. Tomaselli ist eine „Berglerin“, im Winter fährt sie gerne Ski, im Sommer geht sie wandern. Sie verbringt aber auch gerne Zeit auf der Couch, von wo aus sie leidenschaftlich gerne Reality-TV-Formate mit Promis wie das „Dschungelcamp“ schaut.

Deutlich mehr Zeit verbringt die Vorarlbergerin allerdings mit ernsten Nachrichten. Sie bezeichnet sich selbst als „News-Junkie“. Ihr Fokus liegt dabei nicht ausschließlich auf Innenpolitik, sie ist auch außenpolitisch interessiert und reist viel.

Ausschüsse für interessierte Bürger öffnen
Ihre letzte Reise führte sie gemeinsam mit den Abgeordneten der anderen Fraktionen in den Deutschen Bundestag. Die Österreicher informierten sich dort über Liveübertragungen von Untersuchungsausschüssen – ein Thema, das den Nationalrat seit geraumer Zeit beschäftigt. Tomaselli schlägt vor, U-Ausschüsse wie Gerichtsverfahren für interessierte Bürger zu öffnen. Wenn man sich bisher zwischen den Fraktionen auf einen Modus für eine Liveübertragung nicht einigen konnte, könnte man zumindest diesem Vorbild aus Deutschland folgen.

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