krone.at-Nachlese

Exil-Medien: Neuer Ayatollah im Iran gewählt

Ausland
03.03.2026 23:17

Der Krieg im Nahen Osten wird immer breiter. Globale Öl- und Gasmärkte sind stark belastet und zahlreiche zivile Infrastrukturen wurden beschädigt. Am Abend schlug eine Drohne neben dem US-Konsulat in Dubai ein – und im Iran wurde offenbar ein neuer Ayatollah ernannt. Die wichtigsten Nachrichten des Tages in der krone.at-Nachlese.

Die USA und Israel greifen weiter Ziele im Iran an. Die islamistische Führung in Teheran ist zwar schwer getroffen, aber offenbar noch funktionsfähig und antwortet mit schweren Gegenschlägen in der gesamten Region.

Das Wichtigste in Kürze:

  • US-Präsident Trump hat sein eigenes Worst-Case-Szenario für den Iran beschrieben: „Ich schätze, der schlimmste Fall wäre, wenn wir das tun und dann jemand übernimmt, der genauso schlimm ist wie der Vorgänger, richtig?“ Die meisten seiner Kandidaten seien nämlich „schon tot“.
  • Aus Washington werden quasi im Stundentakt unterschiedliche Gründe für die Operation „Epischer Zorn“ genannt. Jetzt wird auch über Bezeichnungen gestritten. Das Weiße Haus will den Flächenbrand nun offiziell als „größere Kampfhandlung“ verstanden wissen – obwohl Trump wiederholt von einem Krieg gesprochen hatte. 
  • Am Mittwoch soll der erste Rückholflug aus der Krisenregion für Auslandsösterreicher und gestrandete österreichische Touristen stattfinden.
  • Der Expertenrat soll Mojtaba Khamenei, den Sohn des getöteten Diktators, zum neuen Obersten Führer ernannt haben, berichten iranische Exilmedien. Eine offizielle Bestätigung dafür steht noch aus.

  • Die Öl- und Gaspreise steigen den dritten Tag in Folge an. Experten erwarten kein rasches Ende des Höhenflugs. Trump will die Schiffsfahrt jetzt durch die eigene Marine absichern. Die Börsen befinden sich weltweit auf einer Talfahrt.

Die wichtigsten Ereignisse vom Dienstag:

Die USA und Israel hatten am Samstag massive Luftangriffe auf den Iran begonnen. Dabei wurden der oberste Führer Ayatollah Ali Khamenei und weitere Mitglieder der iranischen Führung getötet.

Die Karte zeigt Angriffe im Nahen Osten seit dem 28. Februar. Luftangriffe der USA und Israels konzentrieren sich auf den Iran. Raketen- und Drohnenangriffe durch Iran und Verbündete betreffen vor allem Israel, Kuwait, Bahrain, Katar und die Vereinigten Emirate. Zwei US-Flugzeugträger befinden sich im Mittelmeer und im Arabischen Meer. Quelle: ISW/CNN.

Als Reaktion auf die Angriffe Israels und der USA greift der Iran seit Samstag Israel, mehrere Golfstaaten sowie US-Einrichtungen in der Golfregion an.

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