Große Erleichterung am Flughafen Wien-Schwechat: Schon am Mittwoch kehren die ersten in der Krisenregion gestrandeten Österreicher zurück in die Heimat. Der erste große Rückholflug ist bereits aus der omanischen Hauptstadt Maskat in Richtung Wien gestartet. Auch eine Maschine aus Riad, mit Landsleuten an Bord, ist bereits um 14 Uhr gelandet.
Nach Tagen voller Ungewissheit können viele Familien nun erstmals wieder aufatmen. In dem Flugzeug aus Riad, der Hauptstadt Saudi-Arabiens, befanden sich erste österreichische Staatsbürger, die aus der Region ausgeflogen wurden. Es ist einer der ersten sichtbaren Schritte der angelaufenen Rückholaktion.
Ich bin froh, dass es vorbei ist.
Lukas, Programmierer aus Niederösterreich
Aufatmen heißt es unter anderem für Lukas, der beruflich in Ra‘s Tanura (Saudi-Arabien) war. „Ich bin froh, dass es vorbei ist“, erzählt der Niederösterreicher in Schwechat erleichtert. Ein Freund von ihm sitzt noch in Abu Dhabi fest. Auch dort würde man viel „Krachen“ hören – vor allem in der Nacht. „Aber man gewöhnt sich anscheinend ziemlich schnell daran“, weiß Lukas nur zu gut.
Auch Richard freut sich auf ein Widersehen mit seiner Tochter Michaela. Sie befand sich beruflich in Riad, als dort Drohnen eingeschlagen hatten. Angst habe Richard um seine Tochter aber keine gehabt: „Sie ist sehr selbstständig, sehr vorsichtig.“
Bereits am Abend wird zudem ein weiteres Flugzeug erwartet. Dieser startet nicht direkt aus Dubai, sondern aus Maskat. An Bord befinden sich rund 150 Personen. Die Maschine, koordiniert vom Außenministerium, wird laut Flughafen-Website gegen 21 Uhr in Wien erwartet. Viele Passagiere waren in den vergangenen Tagen aufgrund gestrichener Linienflüge in der Region festgesessen.
Reguläre Verbindungen, etwa von Dubai nach Wien, sind derzeit stark eingeschränkt oder abgesagt. Die angespannte Sicherheitslage in Teilen des Nahen Ostens sorgt weiterhin für Luftraumsperren und Flugausfälle.
Mit dem Bus nach Maskat gebracht
Bevor es in die Luft ging, mussten viele der Betroffenen über den Landweg ausreisen. Mit organisierten Bustransfers wurden Österreicher aus den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar nach Maskat gebracht. Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) betonte nach einer Krisenstabssitzung in Wien, man „bemühe sich kontinuierlich“, seine Staatsbürger herauszubringen. Der Krisenstab tagt derzeit zweimal täglich.
Aktuell sind knapp 18.000 österreichische Staatsbürger in der Krisenregion registriert, davon rund 2500 Reisende. Die meisten befinden sich in den Vereinigten Arabischen Emiraten, weitere im Oman, in Katar und in Israel.
Emirates-Flug nach Wien für Donnerstag geplant
Schon am Sonntag wurde ein erster Rückflug mit besonders vulnerablen Personen durchgeführt. Weitere Chartermaschinen sind in Planung – möglicherweise bereits am Donnerstag. Der Emirates-Linienflug EK127 mit geplanter Ankunft um 12.25 Uhr ist im Gegensatz zu anderen Flügen aus der Golfregion auf der Webseite des Wiener Flughafens nicht als „cancelled“ vermerkt, Emirates selbst listet den Flug als „geplant“. Bereits am Dienstag hatte es je einen Emirates-Flug nach München und Frankfurt gegeben.
Die Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate und Kuwaits sagten Unterstützung bei der Ausreise österreichischer Staatsbürger zu.
Familien schließen Liebste wieder in die Arme
Am Flughafen Wien werden heute noch viele emotionale Momente erwartet. Familien, Freunde und Angehörige wollen ihre Liebsten wieder in die Arme schließen. Für viele Betroffene war es eine nervenaufreibende Zeit zwischen Unsicherheit, ständig neuen Informationen und der Ungewissheit, wann es endlich nach Hause geht.
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