JPMorgan Chase wird der neue Herausgeber der Apple-Kreditkarte und löst damit Goldman Sachs ab. Durch die Vereinbarung sollen nach Abschluss mehr als 20 Milliarden Dollar (rund 17 Milliarden Euro) an Kartenguthaben auf die Plattform von Chase übertragen werden, wie die Unternehmen am Mittwoch mitteilten.
Goldman und Apple hatten 2023 angekündigt, ihre Partnerschaft zu beenden. Die 2019 eingeführte Apple-Kreditkarte bot Vorteile wie Gebührenfreiheit und Cashback. Die Schwierigkeiten der Bank im Privatkundengeschäft führten jedoch zu einem Überdenken der Allianz.
Für JPMorgan festigt der Schritt die Position im wichtigen Kreditkartengeschäft. Mastercard werde das Zahlungsnetzwerk für die Apple Card bleiben, hieß es weiter.
Für Goldman ist der Ausstieg ein weiterer Schritt bei der Abwicklung seiner Ambitionen im Privatkundengeschäft. „Mit dieser Transaktion schließen wir die Neuausrichtung unseres Privatkundengeschäfts im Wesentlichen ab“, sagte Vorstandschef David Solomon.
Die Transaktion soll den Gewinn von Goldman im vierten Quartal 2025 um etwa 46 Cent pro Aktie erhöhen. Grund dafür ist die Auflösung von Rückstellungen für Kreditausfälle in Höhe von 2,48 Milliarden Dollar. Dem stehen jedoch Belastungen der Nettoerlöse in Höhe von 2,26 Milliarden Dollar sowie Kosten von 38 Millionen Dollar gegenüber, teilte Goldman Sachs mit.
Die Vereinbarung unterliegt der Zustimmung der Aufsichtsbehörden und wird voraussichtlich erst in etwa zwei Jahren abgeschlossen sein. JPMorgan erwartet, im vierten Quartal 2025 eine Rückstellung für Kreditverluste in Höhe von 2,2 Milliarden Dollar zu verbuchen.
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