Mi, 20. Juni 2018

Die Unglaublichen

31.01.2006 16:56

Die Unglaublichen: Der Angriff des Tunnelgräbers

Mit "Die Unglaublichen" landete die digitale Film-Schmiede Pixar 2004 einen riesen Hit an den Kinokassen. Auch das Videospiel kann und konnte sich sehen lassen. Für alle Freunde der herrlich witzigen Superhelden gibt es jetzt mit "Die Unglaublichen: Der Angriff des Tunnelgräbers" eine Fortsetzung des Abenteuers.

Gerade noch hat sich Familie Incredible gekonnt gegen den Superbösewicht Syndrom zur Wehr gesetzt, da taucht aus den tiefen der Unterwelt auch schon der nächste Schurke auf: Der Tunnelgräber. Dessen oberstes Ziel ist es, alles und jeden zu untergraben, was ihm angesichts seiner riesigen Wühlmaschinen auch bestens gelingt. Wo der Film endet, da beginnt "Die Unglaublichen: Der Angriff des Tunnelgräbers".

Ebenso wie den Filmfiguren wird auch dem Spieler keine Pause gegönnt. Mr. Incredible verabschiedet sich von seiner Super-Familie und zieht mit dem eisigen Frozone tief unter die Erde, um gegen eine Schar von Robotern und sonstigen mechanischen Monstrositäten anzutreten. Anders als im ersten Teil kann der Spieler daher nicht mehr auf die Fähigkeiten der gesammelten Familie zurückgreifen, sondern muss sich auf die Talente von Frozone und Mr. Incredible verlassen.

Wie es oftmals so ist, hat jeder bestimmte Fähigkeiten, die es gezielt einzusetzen gilt. Während das Dickerchen im roten Latexanzug eher für das Grobe zuständig ist und daher bestens austeilen kann, so ist Frozone der sensiblere von den beiden Superhelden und kann mit seinem Eishauch alles und jeden einfrieren oder praktische Eisbrücken bilden, um Abgründe überwinden zu können.

Der Spieler hat nun die ehrenvolle Aufgabe, im richtigen Moment mit dem richtigen Charakter zu spielen. Mit einem einfachen Druck aufs digitale Steuerkreuz wechselt er beliebig zwischen den Superhelden hin- und her. Schwierig wird es dann, wenn beide Helden auf die Hilfe des jeweils anderen angewiesen sind. Beispielsweise dann, wenn Frozone etwas einfrieren muss, mit dem Mr. Incredible dann auf Ziele werfen muss. Wenn dann noch Scharen von Robotern im Umkreis sind, dann artet das Wechseln zwischen den Figuren schnell in Stress aus.

Um etwas mehr Oberhand über die Kontrolle zu erlangen, kann der Spieler der gerade inaktiven Figur einfache Befehle erteilen, zum Beispiel stehen zu bleiben, dicht zu folgen oder aggressiver zu kämpfen. Wesentlich einfacher geht es im Koop-Modus, bei dem zwei Freunde je einen der Charaktere steuern. Positiv ist, dass der zweite Spieler jederzeit ein- und wieder aussteigen kann.

Hat man sich erst einmal durch Blechlawinen von Robotern durchgeschlagen, Plattformen erklommen und Feuerwalzen überwunden, dann winkt am Ende eines jeden Levels die Möglichkeit zum Fähigkeiten-Upgrade. Hier können dann beispielsweise Gesundheit, Schlagkraft oder spezielle Super-Moves verbessert werden. Vorrausetzung ist jedoch das Erreichen von Zwischenzielen im Level. Dies bedingt, dass der Spieler bewusst und regelmäßig zwischen Frozone und Incredible wechseln muss, damit auch beide zu ihren Punkten kommen.

Grafisch präsentiert sich "Die Unglaublichen: Der Angriff des Tunnelgräbers" sehr schmuck, wenngleich es auf der PS2-Version häufiger zu Kantenflimmern kommt. Schön gelungen sind auch die netten Zwischensequenzen sowie die sehr gute Synchronisation der Helden. Die sarkastischen Kommentare zwischen Frozone und Mr. Incredible sorgen für das eine oder andere Lachen. Trotz fixer Kamera gibt es keine Probleme mit der Perspektive und dank der einfachen Tastenbelegung haben selbst Anfänger schnell den Dreh raus.

Fazit: "Der Angriff des Tunnelgräbers" ist eine gelungene Fortsetzung des ersten Teils, wenngleich der Spieler auf die restlichen Familienmitglieder verzichten muss. Leider kommen die Hüpf-Passagen ein wenig zu kurz, wodurch das Spiel schnell in einem Roboter-Gemetzel ausartet. Trotz allem ist der Spaßfaktor, vor allem im Koop-Modus, sehr hoch.

Plattform: PS2 (getestet), Xbox, GameCube, PC
Publisher: THQ
Krone.at-Wertung: 79%

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