US-Präsident Donald Trump hat nach dem Blitzangriff in Venezuela schon das nächste südamerikanische Land im Visier: Er drohte auch Kolumbien mit einem Militärschlag, das Land sei „sehr krank“. In der Debatte um Grönland, das Trump für die USA reklamiert, verspottete er indes Dänemark.
Der Republikaner sagte vor Journalisten, Kolumbien werde von einem „kranken Mann“ regiert, der es liebe, „Kokain zu produzieren und es in die Vereinigten Staaten zu verkaufen“. Das werde er „nicht mehr lange machen“, sagte Trump – ohne ins Detail zu gehen, was er konkret damit meinte.
Trump hat Kolumbiens Staatschef Gustavo Petro bereits mehrfach heftig kritisiert, nannte ihn bei seiner Pressekonferenz auf dem Flug nach Washington aber nicht namentlich. Auf die Nachfrage einer Journalistin, ob es einen Militäreinsatz gegen Kolumbien geben werde, sagte Trump: „Das klingt für mich gut.“
Trump will Grönland wegen „nationaler Sicherheit“
Zudem bekräftigte das Staatsoberhaupt auf dem Flug in der Air Force One seinen Gebietsanspruch zu Grönland. „Wir brauchen Grönland mit Blick auf die nationale Sicherheit“, erklärte Trump. Die Insel habe große strategische Bedeutung und sei derzeit von russischen und chinesischen Schiffen umzingelt. „Dänemark wird das nicht schaffen, das kann ich Ihnen sagen“, so Trump, der weiters behauptete, auch der EU sei klar, dass die USA Grönland „haben“ sollten.
Trump spottet über „großartige Verstärkung“
Anschließend machte sich der US-Präsident noch über den NATO-Partner lustig: „Wissen Sie, was Dänemark jüngst gemacht hat? Um die Sicherheit in Grönland zu verstärken, haben sie noch einen Hundeschlitten hinzugefügt. Es ist wahr. Sie dachten, das war eine großartige Verstärkung.“ Dänemarks Regierungschefin Mette Frederiksen hatte zuvor klargestellt, dass die USA „überhaupt kein Recht“ hätten, Grönland zu annektieren – die Staaten sollten „mit den Drohungen aufhören“.
Die USA hatten in der Nacht auf Samstag eine Reihe von Zielen in Venezuela angegriffen, den links-autoritären Maduro gefangen genommen und außer Landes gebracht. Ihm soll in New York wegen Drogendelikten der Prozess gemacht werden. Kolumbien ist ein Nachbarstaat von Venezuela in Südamerika und gilt als wichtiger Produktionsstandort für Kokain.
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