Beamte wehren sich

Erhebungen gegen Polizisten nach „Dreier-Hochzeit“

Steiermark
18.03.2026 20:00

Eine vermeintliche Eheschließung mit ein und derselben thailändischen Frau wurde zwei steirischen Polizisten zum Verhängnis. Sie sind verzweifelt: „Die Geschichte stimmt nicht!“

Was für eine Aufregung um jene zwei Polizisten, die in Thailand dieselbe Frau heiraten würden! Die Braut (37) habe zuerst ihren Freund R. kennen und lieben gelernt, einige Jahre später auch dessen Freund Macky – ebenso Polizist in der Steiermark. Das Trio habe beschlossen zu heiraten, in einer buddhistischen Zeremonie sei alles besiegelt worden. Bild- und Videomaterial wurde danach veröffentlicht, alleine in Thailand wurden die Szenen Millionen-Mal auf Social Media geklickt.

Spott und Hohn für Beamte
Für die beiden betroffenen Beamten mit verheerenden Folgen: „Das alles stimmt nicht, ich war lediglich als Beistand für die beiden geladen, außerdem hat es sich um eine spirituelle und somit nicht einmal rechtsgültige Verlobungsfeier gehandelt“, ist der Mann verzweifelt. Seitdem das Material öffentlich wurde und auch nach Europa übergeschwappt ist, wurde den beiden Spott und Hohn zuteil. Doch wie konnte es so weit kommen?

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Ich war lediglich als Beistand geladen. Es war keine Hochzeit, und wir wussten auch nicht, dass das Material veröffentlicht wird. Das hätten wir nie erlaubt.

Polizist Macky

Die vermeintliche Braut, eine Sängerin, wollte ihre Karriere pushen. Niemand außer ihr wusste, dass das Material veröffentlicht werden würde – und dass sie die abenteuerliche Geschichte erfinden würde, zwei Polizisten zu ehelichen, die ihr obendrein je 27.000 Euro Mitgift zahlen würden.

„Sie hat sich nichts dabei gedacht und sich bei uns inständig entschuldigt, aber das hilft mir jetzt auch nicht mehr“, sagt Macky, vertreten von Anwalt Andreas Kleinbichler.

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Eine buddhistische Familienfeier, der mein Mandant als Beistand beiwohnte, endete in abstrusen Falschmeldungen!

Anwalt Andreas Kleinbichler

Zumindest Macky hat nun ein Disziplinarverfahren am Hals: „Obwohl wir nichts falsch gemacht haben!“ Dem stimmt sein Anwalt Andreas Kleinbichler zu: „Eine buddhistische Familienfeier, der mein Mandant als Beistand beiwohnte, endete in abstrusen Falschmeldungen! Es gab weder eine Zahlung einer Mitgift noch gab es Hochzeitspläne. Dienstrechtlich werden wir beweisen, dass mein Mandant sich nichts zuschulden hat kommen lassen.“

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