In Tirol beliefert die landeseigene Tigas aktuell 100.000 Kundinnen und Kunden mit Erdgas. Von der Preisexplosion am Gasmarkt spüren diese vorerst nichts, gab Tigas-Vorstand Tollinger am Mittwoch Entwarnung.
Der Krieg im Nahen Osten sorgt für massive Turbulenzen auf den Energiemärkten: Der Gaspreis ist auf den höchsten Stand seit mehr als drei Jahren geklettert. „Die Kundinnen und Kunden in Tirol spüren davon derzeit noch nichts“, sagt Tigas-Geschäftsführer Georg Tollinger. „Wir beschaffen unsere Gasmengen langfristig im Voraus und haben durch unsere Beteiligung am Gasspeicher Haidach bei Salzburg in Kooperation mit der RAG Austria AG auch ein Backup für Krisenzeiten.“
Aktuell ist der Tigas-Speicher noch zu 41 Prozent – Gesamtösterreich 35 Prozent – gefüllt und ist damit eine wichtige, strategische Reserve für uns.
Tigas-Chf Georg Tollinger
Speicher als strategische Reserve
Die Speicheranlage sei die zweitgrößte Mitteleuropas. Die Tigas habe sich im Zuge der Ukraine-Krise dort eingemietet und kann dort den Jahresgasbedarf für bis zu 35.000 Haushalte zwischenspeichern. „Aktuell ist der Tigas-Speicher noch zu 41 Prozent gefüllt und ist damit eine wichtige, strategische Reserve für uns“, betont Geschäftsführer Tollinger.
Keine bösen Überraschungen
Auch Tirol hänge am deutschen Markt, und die Gasmengen nach Deutschland stammten zum großen Teil aus Nordeuropa und den USA (Flüssiggas). „In diesem stabilen Marktumfeld haben wir auch schon frühzeitig die Mengen für die nächsten Jahre schrittweise eingekauft. Damit sind böse Überraschungen bei der Heizrechnung vorerst ausgeschlossen“, stellt Tollinger langfristig stabile Preise in Aussicht.
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