33 Menschen getötet
Blutbad in China: Täter wollten zum Dschihad
Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur gab es acht Täter, zwei Frauen und sechs Männer, die aus der nordwestlichen Region Xinjiang stammen. Sie sollen der Volksgruppe der Uiguren angehören, deren Mitglieder von China als Separatisten bezeichnet werden. Vier der Täter wurden nach dem Massaker am Samstagabend am Bahnhof von Kunming an Ort und Stelle erschossen, vier konnten festgenommen werden.
Bisher waren die Hintergründe der Tat unklar, doch inzwischen scheinen die chinesischen Behörden Licht ins Dunkel gebracht zu haben. "Diese acht Menschen wollten ursprünglich am Dschihad teilnehmen", erklärte Qin Guangrong, der Leiter der Kommunistischen Partei der Provinz Yunnan, zu der auch Kunming gehört. "Nachdem sie Yunnan nicht verlassen konnten, drehten sie um und gingen an andere Orte."
Die Gruppe sei in den Süden in die Provinz Guangdong gereist, doch auch dort sei der Grenzübertritt mehrere Male gescheitert, berichtet Xinhua. Danach seien die Täter nach Honghe in der Provinz Yunnan weitergereist, um möglicherweise nach Vietnam auszureisen. Andernfalls hätten sie geplant, in Bus- oder Bahnstationen von Honghe oder Kunming Anschläge zu verüben, so Qin - ein Plan, der schließlich am Samstag in die Tat umgesetzt wurde.
Die Fahndung nach Helfern der Angreifer laufe noch, erklärte Qin weiter, man beobachte einige Verdächtige. Die Identität der Täter ist den neuen Informationen zum Trotz weiterhin unklar, lediglich einen Namen haben die staatlichen Medien bisher veröffentlicht.
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