Nach Peking gebracht
Nordkorea lässt australischen Missionar frei
Er sei unsäglich müde und brauche erst einmal Ruhe, sagte der 75-Jährige, bevor er zusammen mit seinem australischen Betreuer den Flughafen verließ. Short war während einer Nordkorea-Reise unter dem Vorwurf festgenommen worden, in einem buddhistischen Tempel der Hauptstadt Pjöngjang Flugblätter verteilt zu haben. Nach Angaben der amtlichen nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA kam er nur wegen seines fortgeschrittenen Alters frei. Zudem habe er ein umfassendes "Geständnis" abgelegt und sich entschuldigt.
Obwohl Nordkoreas Verfassung Religionsfreiheit garantiert, lässt die Führung des abgeschotteten Landes nur wenige, ihr unterstellte Gruppierungen zu. In der Vergangenheit wurden immer wieder Missionare, vor allem aus den USA, festgenommen. Einige kamen auf Vermittlung prominenter Landsleute wieder frei.
US-Bürger weiterhin in Gefangenschaft
Ergebnislos verliefen hingegen bisher alle Bemühungen um eine Freilassung des inhaftierten US-Bürgers Kenneth Bae. Der 45-Jährige war im November 2012 im Nordosten des Landes festgenommen und im April 2013 zu 15 Jahren Arbeitslager verurteilt worden. Nach Darstellung Pjöngjangs handelt es sich um einen militanten evangelikalen Christen, der die Nordkoreaner zum Sturz ihrer Staatsführung aufwiegeln wollte. US-Angaben zufolge ist Bae als Reiseveranstalter tätig.
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