In Heimat in Gefahr

Schwules Paar aus Sotschi heiratet in Argentinien

Ausland
27.02.2014 10:02
"In Sotschi gibt es keine Schwulen": Mit dieser gewagten Behauptung hat der Bürgermeister der Olympia-Stadt, Anatolij Pachomow, vor Beginn der Winterspiele im Februar für Aufregung gesorgt. Ein schwules Paar aus Sotschi hat sich nun auf den Weg nach Argentinien gemacht und dort geheiratet - und damit Pachomow der Lächerlichkeit preisgegeben.

Alexander Eremejew und Dmitrij Sajtzew haben sich am Dienstag in Buenos Aires das Jawort gegeben. "Wir kümmern uns umeinander, wir kennen uns, wir haben viele Dinge gemeinsam, und wir wollen, dass unsere Verbindung legal ist", sagte der 45-jährige Eremejew nach der Trauung.

Die beiden wollen nun einen Antrag auf Asyl stellen, weil sie bei einer Rückkehr nach Sotschi mit Attacken und Verfolgung durch die Polizei rechnen müssen. Gewalttätige Übergriffe auf Schwule und Lesben häufen sich, seit vor acht Monaten ein Gesetz gegen "homosexuelle Propaganda" in Russland verabschiedet wurde.

In Argentinien dürfen homosexuelle Paare seit 2009 heiraten, seitdem wurden rund 7.000 gleichgeschlechtliche Ehen geschlossen. Bei der Trauungszeremonie in Buenos Aires wurden Eremejew und Sajtzew von mehreren Aktivisten begleitet, die forderten, dass sich Argentinien verstärkt für die Rechte von Homosexuellen einsetzt und ihnen Asyl anbietet.

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