Für ihre Studie ließen die Medienwissenschaftler über 120.000 Instagram-Aufnahmen aus Bangkok, Berlin, Moskau, New York und Sao Paulo sowohl von bezahlten Mitarbeitern als auch per Software analysieren. Die dabei zutage geförderten Ergebnisse offenbaren unter anderem, dass Frauen deutlich zeigefreudiger als Männer sind: In Bangkok ist der Anteil der von Frauen geknipsten Selfies demnach 1,3 Mal höher als jener der Männer, in Berlin sind es 1,9 Mal mehr Frauen, die sich selbst ablichten. Die meisten Selfie-Schießerinnen gibt es allerdings in Moskau. Hier liegt der Anteil der von weiblichen Instagram-Nutzerinnen hochgeladenen Selfies 4,6 Mal über jenem von Männern.
Moskau ist zugleich die Stadt, in der durchschnittlich am wenigsten gelächelt wird. Aufnahmen aus der russischen Metropole wiesen am häufigsten geschlossene Münder auf. Am meisten Zähne zeigten die Nutzer in Bangkok, gefolgt von Sau Paulo. Die brasilianische Stadt ist zugleich führend bei der Köpfchen-Neigung: Der durchschnittliche Frauen-Kopf ist hier auf Aufnahmen um 16,9 Grad geneigt, bei den Männern sind es nur 10,4 Grad. Laut Studie sind Frauen sowieso schräger als Männer – zumindest auf Fotos: Durchschnittlich neigen sie ihren Kopf um 12,3 Prozent, Männer ihren hingegen nur um 8,2 Prozent.
Eine Auswahl der von ihnen untersuchten Aufnahmen haben die Wissenschaftler online zugänglich gemacht. Über die Website selfiecity.net können Interessierte insgesamt 3.200 Selfies nach Aufnahmeort, Lächeln, Alter und anderen Parametern filtern.









Kommentare
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.