Hütte angezündet

Hunderte Griechen protestierten gegen Mauterhöhung

Ausland
10.02.2014 06:10
Bei einer Protestaktion von 500 griechischen Autofahrern gegen gestiegene Straßengebühren ist am Sonntag im Osten der Hauptstadt Athen eine Mautstation angezündet worden. Wie die Polizei mitteilte, versammelten sich die unzufriedenen Bürger am Nachmittag an der Station Athen-Lamia, um gegen die angestiegenen Mautgebühren zu protestieren.

Durch die jüngsten Erhöhungen steigt etwa der Preis für die Fahrt von Athen in die nördliche Millionenmetropole Thessaloniki von 44,30 auf 56 Euro.

"Die neuen Maut-Erhöhungen sind eine Provokation und inakzeptabel", sagte der Generalsekretär der Kommunistischen Partei, Dimitris Koutsoumbas. Verkehrsminister Mihalis Chryssohoidis hingegen machte darauf aufmerksam, dass die Mauterhöhungen bereits bei Verhandlungen mit den Konzessionären im Jahr 2007 vereinbart worden seien.

Samaras: "Keiner spricht mehr über Grexit"
Unterdessen vermeldete Regierungschef Antonis Samaras, dass sein Land die Wende im Kampf gegen die Schuldenkrise geschafft habe.

"Keiner in Europa spricht mehr über einen Grexit", sagte Samaras der "Bild" am Montag in Anspielung auf frühere Spekulationen über einen Austritt seines Landes aus der Euro-Zone. "Das ist endgültig vorbei", so Samaras.

Nach sechs schmerzhaften Jahren der Rezession spreche man jetzt von "Grecovery", also einer Erholung der griechischen Wirtschaft. Die Reformen kämen gut voran. "Wir übertreffen mit unseren Fortschritten schon jetzt alle Erwartungen", sagte Samaras. Dazu trage auch eine verbesserte Wettbewerbsfähigkeit bei. Nun müsse es noch gelingen, neue Arbeitsplätze zu schaffen.

"Steuern wurden auch für Reiche erheblich erhöht"
Kritik, dass der Fiskus die reichen Bürger zu wenig für die Bewältigung der Krise heranziehe, wies der Regierungschef zurück. "Die Steuern sind auch für sie erheblich erhöht worden", sagte er. "Wir hätten unsere Ziele ohne die Steuereinnahmen von vermögenden Griechen nicht erreicht."

Samaras bekräftigte zudem, dass die griechische Handelsbilanz zum ersten Mal seit Jahrzehnten positiv ausgefallen sei und das Euro-Krisenland erstmals seit Jahren 2013 wieder einen Primärüberschuss im Haushalt erzielt habe.

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