Energiekosten

Hohe Preise: Leider kann man mit Zorn nicht heizen

Wien
09.10.2025 06:00

Die Wiener Fernwärme wird also wieder einmal teurer.

„Das entspricht Mehrkosten von 12 Euro pro Monat“, sagt die Wien Energie.

Das klingt doch gar nicht so schlimm. In dem Bräu bei mir ums Eck kostet der glutenfreie Rhabarber-Radler pro 0,33 Liter 5,10 Euro. Wenn man zwei davon nicht trinkt, was niemandem schwerfallen dürfte, hat man die Energiekosten fast drinnen. Was sind zwei Getränke weniger für ein warmes Wohnzimmer?

Dasselbe habe ich mir im Jahr 2022 schon gedacht, als die Wien Energie ihre „Preisanpassung“ präsentiert hat. Damals hieß es: „Das bedeutet für einen durchschnittlichen Wiener Haushalt monatliche Mehrkosten von rund 10 Euro bei Strom bzw. rund 31 Euro bei Gas.“ Wir alle wissen, was daraus geworden ist. Die Möbel zu verbrennen und sich die Hände am Lagerfeuer zu wärmen, wäre eine günstigere Heizalternative gewesen.

Was bekommen die Österreicher? Einen Strom-Sozialtarif, den kaum jemand erhält, der arbeiten geht. Eine Mietpreisbremse, die einer Familie mit 700 Euro Zins bei einer Inflation von 4 Prozent heiße 3,50 Euro Ersparnis pro Monat bringt.

Was bekommt die Wien Energie? 2023 einen Gewinn von 598 Millionen und 2024 von 256 Millionen Euro.

Ich koche vor Zorn. Leider kann ich damit nicht heizen.

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