



Waldviertler Verein LKGmündbleibt ortet mangelnde Unterstützung ihrer eigenen Regionalpolitiker und würde sich die Politiker aus Hollabrunn wünschen. Dort würden nämlich 24 Bürgermeister geschlossen zum Widerstand aufrufen. Nur vier von 22 kämpfen indes im Bezirk Gmünd gegen die Schließungspläne an.
Vom frostigen Morgen bis zum kühlen Abend hielten die Aktivisten des Vereins „LKGmündbleibt“ ganze zwölf Stunden lang ihre erste Mahnwache vor dem Waldviertler Krankenhaus ab, das laut Gesundheitsplan 2040+ zugesperrt werden soll. „Der Andrang war groß, viele Bürger nutzten die Gelegenheit, sich zu informieren, für den Erhalt des Spitals zu unterschreiben und uns beizutreten“, freut sich Obfrau Tamara Schönsgibl über reichlich positives Feedback und Rückenwind aus der älteren sowie jüngeren Bevölkerung.
Nur gemeinsam genug Druck erzeugen
Mittlerweile schreite auch die Vernetzung mit anderen Gruppen voran, die etwa die Schließung des Notarztstützpunktes Stockerau in ihrer Region bekämpfen. Denn die Schließungsgegner wissen: Nur gemeinsam könne man soviel Druck erzeugen, damit das Land den beschlossenen Gesundheitspakt noch einmal aufschnürt und die Situation in den ohnehin strukturschwachen Regionen überdenkt.




Bürgermeistern untersagt, zu unterstützen?
Bisher gab es im Kampf zum Erhalt des Spitals auch viele Lippenbekenntnisse von Lokalpolitikern. „Leider ist die Unterstützung durch die Gmünder Politik nicht so ausgeprägt, wie die in Hollabrunn, wo 24 Ortschefs gemeinsam zum Widerstand aufrufen“, zeigt sich LKGmündbleibt von vielen Regionalpolitikern enttäuscht – nur vier von 22 Bürgermeistern im Bezirk unterstützen den Verein und treten damit gegen die Schließung auf. „Glaubt man den Gerüchten, wurde den Ortschefs untersagt, uns zu unterstützen. Sind wir in NÖ bereits so weit gekommen?“, heißt es. Der Verein werde unbeirrt weiterkämpfen – auch ohne große Hilfe der Lokalpolitik.
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