Mehrere Verletzte

Starkes Erdbeben vor Westküste Griechenlands

Ausland
03.02.2014 09:30
Zum zweiten Mal innerhalb von acht Tagen hat ein starkes Erdbeben die westgriechische Insel Kefalonia erschüttert. Das Beben am frühen Montagmorgen hatte eine Stärke von mindestens 5,7, wie das geodynamische Institut in Athen mitteilte. Auf der Insel mit etwa 36.000 Einwohnern herrschte laut Augenzeugen Angst und Schrecken.

Der Erdstoß wurde als sehr stark empfunden, man konnte ihn im gesamten Westen Griechenlands spüren. Sogar im rund 300 Kilometer östlich liegenden Athen wurde das Beben in höheren Etagen bemerkt.

Mehrere Verletzte und erhebliche Schäden
Mindestens zehn Menschen seien leicht verletzt worden, die meisten von herabfallenden Gegenständen, sagte der Direktor des Krankenhauses der Kleinstadt Lixouri im griechischen Rundfunk. Viele von ihnen konnten rasch wieder entlassen worden.

"Wir haben einige Verletzte und im Hafen erhebliche Schäden", sagte der Bürgermeister der Inselhauptstadt Argostoli, Alexandros Parisis, im Radio. Das Epizentrum lag nahe Argostoli.

Parallelen zum Beben vor acht Tagen
Bereits am 26. Jänner hatte ein Erdbeben der Stärke 5,9 die Insel erschüttert und erhebliche Schäden angerichtet. Sieben Menschen waren damals leicht verletzt worden. Es folgten Hunderte Nachbeben.

Auf der Insel war nach dem ersten Beben der Notstand ausgerufen worden. Die Regierung stellte eine Fähre und ein Schiff der Marine mit rund 2.000 Betten zur Verfügung - für Menschen, die Angst hatten, in ihre Häuser zurückzukehren. Zudem legte ein Schiff der Marine mit mehreren Ärzten an Bord in Argostoli an.

Kefalonia und die nahe gelegene Insel Zakynthos waren 1953 nach einem Seebeben der Stärke 7,2 verwüstet worden. Damals gab es etwa 500 Tote.

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