01.02.2014 19:29 |

Israel und Palästina

EU will Nahost-Kontrahenten für Frieden belohnen

Die internationale Gemeinschaft und besonders die Europäische Union denken über mögliche wirtschaftliche Belohnungen nach, um Israelis und Palästinenser zu einem Friedensabkommen zu bewegen. Das teilte die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton (Bild) nach einem Treffen des Nahost-Quartetts am Samstag in München mit. Neben der EU gehören dem Quartett Russland, die USA und die Vereinten Nationen an.

Die Gruppe ist in München durch Ashton, Russlands Außenminister Sergej Lawrow, seinen US-Amtskollegen John Kerry und UN-Generalsekretär Ban Ki Moon vertreten.

Man sei sich einig, dass beide Konfliktparteien Unterstützung für den Fall einer Einigung bekommen sollten, sagte Ashton. Dies werde aber erst später genauer definiert. "Wir meinen wirtschaftliche und politische Unterstützung, weil wir anerkennen, dass ein Abkommen Mut und voraussichtlich Kompromissbereitschaft erfordert", fügte die EU-Vertreterin hinzu.

Kerry: "Die Folgen eines Scheiterns wären inakzeptabel"
Kerry warnte unterdessen vor einem Scheitern der Nahost- Friedensverhandlungen. "Die Folgen eines Scheiterns wären inakzeptabel", sagte der US-Außenminister bei der Münchner Sicherheitskonferenz. "Wir alle haben großes Interesse an der Lösung dieses Problems."

Kerry zufolge ist es ein Irrtum zu glauben, dass ohne eine Einigung zwischen Israelis und Palästinensern im Nahen Osten alles so bleibe wie bisher: "Die Lage ist keine dauerhafte. Der Status quo wird sich ändern, wenn es ein Scheitern gibt. Deswegen muss jeder ein Interesse an einem Erfolg haben." Eine Einigung würde hingegen die Lage in Nahost völlig verändern und unter anderem Israel große neue Märkte öffnen. "Wir alle wissen mehr oder weniger, wie eine Lösung aussehen müsste. Das Problem ist, dorthin zu kommen", so Kerry.

Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Produktvergleiche

Alle Produkte sehen
Newsletter