Drogensüchtig, Schulden und von Gläubigern bedroht: Eine Bank auszurauben war im Mai für einen 23-jährigen Tiroler der letzte Ausweg. In Fügen im Zillertal schlug er schlussendlich zu, wurde aber rasch geschnappt. Beim Prozess zeigte sich der junge Mann umfassend geständig. Zuvor hatte er ein anderes Geldinstitut im Visier.
„Ich war in einer absoluten Notsituation, aber der Bankraub ist die absolut falsche Entscheidung gewesen“, räumte der 23-Jährige in Innsbruck vor Gericht ein.
Nur 30 Minuten nach der Tat festgenommen
Vermummt stürmte der junge Mann im Mai mit einer Pistole in der Hand in die Sparkassen-Filiale in Fügen, forderte Geld und konnte mit 9660 Euro zunächst flüchten. Doch bereits knapp 30 Minuten nach der Tat wurde der Angeklagte festgenommen.
Vor verschlossener Tür abgeblitzt
Wie sich dann herausgestellt hat, wollte der 23-Jährige zunächst in Rum eine Bank ausrauben. Weil er aber auffällig vor dem Geldinstitut herumschlich, schöpften die Bankmitarbeiter im Inneren Verdacht und ließen die Tür der Filiale nach der Mittagspause einfach geschlossen. Als die Polizei vor Ort eintraf, war der Verdächtige aber schon in Richtung Zillertal unterwegs, wo er nach einem kurzen Zwischenstopp zu Hause sein Vorhaben tatsächlich in die Tat umgesetzt hat.
Mit Fingerabschneiden bedroht
Einige Tage vor dem Überfall sei der Einheimische, der als Kellner tätig ist, bedroht worden, man würde ihm die Finger abschneiden. „Ich sollte sofort 10.000 Euro besorgen, um meine Schulden aus Drogengeschäften zu begleichen.“
Noch nicht rechtskräftiges Urteil des Schöffensenats: Vier Jahre Haft!
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