Was Bäcker verlangen

Ein bisschen Butter kann ganz schön ins Geld gehen

Oberösterreich
23.09.2025 09:00
Porträt von Krone Oberösterreich
Von Krone Oberösterreich

Teure Lebensmittel sind maßgeblich daran beteiligt, dass die Inflation in Österreich auf hohem Niveau bleibt. Auch vermeintliche Kleinigkeiten gehen – in Summe gesehen – ins Geld. So gibt es etwa in Linz eklatante Preisunterschiede, wenn man sich beim Bäcker Butter ins Salzstangerl streichen lässt.

Für viele Studenten und Berufstätige gehört es zum täglichen Ritual: Noch schnell ein Semmerl oder Weckerl beim Bäcker holen und dann ab auf die Uni bzw. ins Büro. Aber Achtung: Wer sich sein Gebäck mit ein wenig Butter aufpeppen lässt, kann da mitunter eine böse Überraschung erleben. Denn auch wenn die Beträge für den Buttereinstrich per se nicht hoch erscheinen mögen – in den Linzer Bäckereien gibt es beträchtliche Preisunterschiede.

Darauf weist die Konsumentensprecherin der Grünen, Ines Vukajlović, hin. Sie hat in 14 verschiedenen Märkten und Bäckereien in der Landeshauptstadt den Test gemacht – die Ergebnisse, die anonymisiert der „Krone“ vorliegen, sind erstaunlich.

Je nach Bäcker zahlt man für Butter ins Semmerl 15 Cent oder 1,10 Euro.
Je nach Bäcker zahlt man für Butter ins Semmerl 15 Cent oder 1,10 Euro.(Bild: Olga Kriger - stock.adobe.com)

Preisunterschied von 633 Prozent – und bis zu rund 19 Euro im Monat
So sind für den teuersten Buttereinstrich satte 1,10 Euro zu bezahlen, während es beim günstigsten nur 15 Cent sind. Das macht einen Preisunterschied von 633 Prozent. Rechnet man 22 Arbeitstage, so fallen alleine fürs Buttereinstreichen im Schnitt 18,70 Euro pro Monat an – da ist das Salzstangerl noch nicht mitgerechnet. 

Zitat Icon

Da kann die Butter noch so frisch sein, aber das Ganze hinterlässt einen ranzigen Beigeschmack.

Landtagsabgeordnete Ines Vukajlović (Grüne)

Summen läppern sich zusammen
„Es sind kleine Summen, die sich aber zusammenläppern und unterm Strich durchaus beachtlich sind“, resümiert Vukajlović. Noch dazu seien zuletzt die Preise für Butter und das Einstreichen viel deutlicher gestiegen als für das Gebäck selbst. „Das ist ebenso seltsam wie erklärungsbedürftig“, findet die Grünen-Politikerin. Sie rät den Konsumenten: „Augen auf beim Jausenkauf!“

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