Bauern in Schulklasse

Kinder lernen, wie Karotten wirklich wachsen

Nachrichten
31.12.2025 23:23

Seit zehn Jahren besuchen Bauern Volksschulen in ganz Österreich, erzählen Geschichten vom Bauernhof und vom Leben und von der Arbeit auf dem Feld.

Jedes Jahr gibt es weniger Bauernhöfe in Niederösterreich. Immer mehr Bauern „werfen das Handtuch“ wegen Regulierungen, zu wenig Gewinn oder weil nach der Pension niemand den Hof übernehmen will. Dadurch wird für Kinder auch immer weniger verständlich, wie Milch gewonnen wird, und wie Gemüsesorten wirklich wachsen. „Viele Kinder wissen heute nicht mehr, wo Lebensmittel wirklich herkommen. Sie denken, Erdäpfel, Milch und Butter kommen aus dem Supermarkt“, meint dazu LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf.

 Politik in der Volksschule Neuhofen an der Ybbs 
Seit zehn Jahren gibt es nun die Initiative der „Bauern-Aktionstage“, wo Bauern und Bäuerinnen in ganz Österreich den Schulanfängern die Landwirtschaft näher bringen. Niederösterreich ist als landwirtschaftlich geprägtes Bundesland immer mit dabei. Am Freitag läuteten Pernkopf, Bundesminister Norbert Totschnig (beide ÖVP), Bundesbäuerin Irene Neumann-Hartberger und Andrea Wagner von der Landwirtschaftskammer Niederösterreich die diesjährigen Landwirtschafts-Schultage ein.   

Eine Untersuchung zeige, dass vier von fünf Jugendlichen sagen, Landwirtschaft kommen nicht genug vor im Unterrichtsstoff. Um den Kindern  diese näher zu bringen, sei es am besten, wenn das die Landwirte selbst machen, meint Pernkopf bei der Schulaktion. Die Aktionstage sind im Laufe der Zeit immer größer geworden: 2015 nahmen 270 Klassen teil, heute sind es über 640 Klassen mit mehr als 12.000 Kindern. Damals beteiligten sich 270 Bäuerinnen, heute sind es 730.

Vom Samenkorn zur Karotte
Dieses Jahr gehen die Bäuerinnen mit dem Thema „Vom Samenkorn zur Karotte“ in die Schulen. Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig betonte, dass die Aktionstage den Kindern ein realistisches Bild von der Landwirtschaft vermitteln. Österreichweit haben bereits über 18.000 Klassen mit 327.000 Schülerinnen und Schülern teilgenommen. Das Bundesministerium unterstützt das Projekt mit 215.000 Euro.

Andrea Wagner ergänzte, dass die Lehrkräfte unterstützt werden sollen, um Landwirtschaft wortwörtlich „greifbar“ zu machen. Dafür gebe es auch  zwei Schüler-Magazine: „Landwirtschaft Kids“ für Kinder von sechs bis zehn Jahren mit Geschichten vom Bauernhof und „Landwirtschaft Junior“ für Zehn- bis 14-Jährige, die altersgerechtes Wissen über Ernährung, Umwelt und Landwirtschaft vermittelt. 

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