Di, 21. August 2018

"Hercules" wütet

04.01.2014 10:05

Schneesturm im Nordosten der USA fordert elf Tote

Durch einen heftigen Schneesturm und eisige Temperaturen sind im Nordosten der USA bisher mindestens elf Menschen ums Leben gekommen. Der Wintereinbruch sorgte für zahlreiche Unfälle und Flugausfälle. Auch Teile Kanadas waren betroffen, in der Provinz Quebec herrschten eisige Temperaturen. In New York und New Jersey wurde der Notstand ausgerufen.

Eine an Alzheimer leidende 71-jährige Frau erfror nach Behördenangaben im Norden des Bundesstaats New York, als sie sich in der klirrenden Kälte verirrte. In Philadelphia kam Medienberichten zufolge ein Straßenarbeiter ums Leben, der unter einem Berg von Streusalz begraben wurde. Mindestens neun weitere Todesfälle wurden dem Winterwetter zugerechnet.

Tausende Flüge gestrichen, Hunderte Unfälle passiert
Der Schneesturm "Hercules", der mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 105 Stundenkilometern übers Land fegte, legte den Nordosten der USA am Freitag teilweise lahm. Der Wetterdienst gab Unwetterwarnungen für das Gebiet von Chicago bis hin zur Hauptstadt Washington aus. An der Ostküste fielen stellenweise bis zu 62 Zentimeter Neuschnee.

Allein im Bundesstaat New York ereigneten sich 600 Verkehrsunfälle. Außerdem wurden mehr als 4.200 Flüge gestrichen, Tausende weitere waren verspätet. Der New Yorker Flughafen John F. Kennedy musste wegen schlechter Sicht und hoher Windgeschwindigkeiten für mehrere Stunden geschlossen werden.

Bewährungsprobe für New Yorks neuen Bürgermeister
Der Schneesturm ist eine erste Bewährungsprobe für New Yorks neuen Bürgermeister Bill de Blasio, der erst seit Mittwoch im Amt ist. Er rief die Einwohner auf, nach Möglichkeit zu Hause zu bleiben und warnte vor den eisigen Temperaturen in den Abendstunden. 450 Streu- und 1.700 Räumfahrzeuge waren auf den Straßen der US-Metropole im Einsatz. Viele Schulen und Geschäfte blieben geschlossen. Größere Straßen in New York und New Jersey wurden vorübergehend gesperrt, am Freitagmorgen aber wieder für den Verkehr freigegeben.

Kanada leidet ebenfalls unter "Hercules"
Auch Teile Kanadas waren von dem Wintereinbruch betroffen. In der Provinz Quebec sank die Temperatur am Freitag auf minus 29 Grad, am Tag zuvor war es sogar noch knapp fünf Grad kälter gewesen.

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