17.12.2013 09:25 |

Zoff um Zigaretten

EU steuert auf strengere Verkaufsregeln zu

Die EU steuert auf schärfere Verkaufsregeln für Zigaretten zu. Unterhändler des Europaparlaments, der EU-Staaten und der Kommission waren sich am späten Montagabend in wesentlichen Punkten einig, wie aus Parlamentskreisen verlautete. Die Richtlinie soll den Tabakkonsum besonders unter jungen Menschen einschränken.
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Der Kompromiss muss noch von EU-Diplomaten am Mittwoch abgesegnet werden. Dies gilt als unsicher, weil einige EU-Staaten härtere Vorschriften für E-Zigaretten fordern. Sollten die Diplomaten Nein sagen, müsste weiterverhandelt werden. Sollten sie hingegen zustimmen, müssen noch das Europaparlament und der Ministerrat endgültig zustimmen.

Schockbilder künftig Pflicht
Sicher ist, dass künftig jede Zigarettenpackung mit großen Schockbildern und Anti-Rauchen-Hinweisen bedruckt sein muss. Etwa zwei Drittel der Packungsoberfläche soll Warnungen wie "Rauchen tötet" oder Fotos von Krebsgeschwüren und Raucherlungen enthalten. Außerdem sollen Mentholzigaretten bis zum Jahr 2020 aus allen Regalen verschwunden sein.

Diskussion um E-Zigaretten
Strittig sind noch die Regeln für E-Zigaretten. Das EU-Parlament sieht die recht neuen Produkte eher positiv, weil sie Kettenraucher beim Entwöhnen helfen könnten. Die EU-Staaten warnen hingegen davor, dass die elektronischen Zigaretten für junge Menschen ein Einstieg in das Rauchen sein könnten.

Die Tabakrichtlinie ist in Brüssel ein heißes Eisen. Die Industrie warnt vor drohenden Jobverlusten. Die EU-Kommission verweist hingegen auf die jährlich 700.000 Toten in Europa, die an den Folgen des Rauchens sterben. Daher müsse der Tabakkonsum dringend verringert werden.

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