Tödlicher Streit

NÖ: Sohn erschlägt seinen Vater mit Pflasterstein

Österreich
10.12.2013 16:11
Familiendrama in einer kleinen Privatpension im niederösterreichischen Amstetten: Nach einem Streit rastete ein Asylwerber völlig aus - er schnappte sich einen Pflasterstein und schlug damit mehrmals auf seinen schlafenden Vater (54) ein. Der 20-jährige Verdächtige stellte sich danach der Polizei - für das Opfer kam jede Hilfe zu spät.

Seit ihrem Einzug in die Privatpension von Mathilde Z. am 1. November fielen Vater und Sohn, beide Serben aus dem Kosovo, immer wieder auf. "Der Junge war von Anfang an frech zu mir", so die Vermieterin (83) zur "Krone". "Spätestens Ende Dezember wollte ich die beiden ohnehin rauswerfen."

Regelmäßig soll es zwischen Gezim und seinem Vater Anton zu Schreiduellen gekommen sein. Montagnacht war es aber in deren Zimmer völlig ruhig - zu ruhig. Mathilde Zettel: "Um halb elf habe ich nur dumpfe Geräusche gehört. Aber ich habe mich nicht getraut nachzusehen. Der Sohn war immer so aggressiv."

"Psychische Erkrankung steht massiv im Raum"
Vermutlich ihr Glück, denn der psychisch auffällige Asylwerber agierte wie im Blutrausch. Danach ging der Verdächtige zur Polizei und stellte sich. Er wurde nach dem Verhör von Ermittlern des Landeskriminalamtes in eine Nervenklinik eingeliefert. 

Ein konkretes Motiv für das Verbrechen liege noch nicht vor, erklärte die leitende Staatsanwältin Michaela Schnell. Beim Tatverdächtigen stehe jedoch eine "psychische Erkrankung massiv im Raum". Per Gutachten soll nun die Haftfähigkeit des Verdächtigen geprüft werden.

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