08.12.2013 18:30 |

51-Jähriger in Haft

Österreicher soll in Bayern Bombe gelegt haben

Ein in Deutschland lebender Österreicher soll am 28. März dieses Jahres in Bayern versucht haben, einen Anschlag auf eine Angehörige eines mutmaßlichen Anlagebetrügers zu verüben. Unter dem Auto der Frau waren ein Brandsatz und ein Sprengkörper entdeckt worden. Der Mann wurde verhaftet, berichtete das deutsche Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" am Sonntag.
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11.000 Geschädigte, ein Gesamtschaden von 138 Millionen Euro - der mutmaßliche Anlagebetrüger Christian H. ist einer der ganz Großen und er hat sich angeblich mit einem angelegt, der auch zu den Großen gehört: Hells-Angels-Boss Frank Hanebuth. Der Hüne aus Hannover wurde im Sommer bei einer Razzia in der mallorquinischen Finca seines Freundes Paul E. - auch "liebevoll" "Thrombosen-Paul" genannt - festgenommen.

Bombe und Brandsatz unter Auto platziert
Ein Kampf Goliath gegen Goliath und mittendrin ein Österreicher, wie das Nachrichtenmagain "Spiegel" berichtet: Christian D., ebenfalls Opfer der Anlage-Machenschaften, soll für einen Anschlag auf die Nichte des Betrügers verantwortlich sein. Der teuflische Plan: eine Bombe unter dem Wagen, der am bayrischen Ammersee am 28. März 2013 in die Luft fliegen sollte. Allerdings blieb es beim Plan, denn der Sprengkörper mit Brandsatz erwies sich als Rohrkrepierer. Ein Feuer brach zwar aus, konnte aber gelöscht werden. Verletzt wurde bei der Aktion niemand.

Absprachen über Telefon
Die spanische Polizei, die in dem Fall ermittlet hatte, bezieht sich auf abgehörte Telefonate und abgefangene E-Mails. Diese sollen ganz genau zeigen, wie Absprachen zu den Anschlägen getroffen wurden. Zitate aus den Protokollen: "Wir müssen es nur schaffen, dass er es überweist, weil er ist zu feige, um seinen Kopf hinzuhalten - und das werden wir nur über seine Familie schaffen", sagte da etwa ein Chris am Telefon. Der Mann betonte noch einmal ganz klar: "Er muss den Druck von seiner Familie kriegen, verstehst du." Der festgenommene Verdächtige hat sich bisher nicht zu den Vorwürfen geäußert.

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