Gerne gegen Wien. Er ist ein ruhiger, besonnener Politiker, der bereits einiges hinter sich hat: Vor drei Jahren setzte dem Vorarlberger Landeshauptmann Markus Wallner eine üble mediale Schmutzkübelkampagne auch gesundheitlich schwer zu. Nicht wenige Unkenrufer meinten während seiner dadurch bedingten Auszeit, der ÖVP-Politiker wäre schon am Ende. Doch Wallner konnte sich reinwaschen und schlug sich im Vorjahr bei den Landtagswahlen weitaus besser als nach den Prognosen der Meinungsforschung, die ihm einen Absturz vorausgesagt haben, erwartet. Seitdem er die Landesspitze trotz auch im Ländle deutlich erstarkender Freiheitlicher ganz klar verteidigen konnte, lässt er immer wieder, wie nun bei einem Besuch im Wiener „Krone“-Newsroom, auch die innenpolitischen Muskeln spielen – oder sagen wir, für Wallner viel zutreffender: Er lässt sie aufblitzen. Und das ganz gerne gegen Wien…
Sozialhilfe kürzen. Was dem Mann aus dem Westen in Wien so gar nicht gefällt? Wie in der Bundeshauptstadt mit der Sozialhilfe umgegangen wird! Im „Krone“-Gespräch fordert Wallner dringend eine Änderung der Strukturen, die Leistungen für kinderreiche Familien sieht er äußerst kritisch. Es könne doch nicht sein, dass syrische Großfamilien mehr als 5000 Euro Sozialhilfe beziehen. Das kenne keine österreichische Familie. Er habe „null Verständnis“ für den „Wiener Weg“. Bei seinem Wiener Kollegen Michael Ludwig ortet der Vorarlberger Landeschef „eine gewisse Sturheit“. Zur Lösung sieht Wallner zwei mögliche Wege: entweder eine bundeseinheitliche oder mehr Spielraum für die Länder. Und Wallner stellt in der Asylfrage auch klar: Es muss verpflichtend sein, Deutsch zu lernen und eine Arbeit aufzunehmen.“ Wer sich verweigert, dem muss, wie in Vorarlberg bereits eingeführt, die Sozialhilfe gekürzt werden. Denn es könne nicht sein, dass Österreich zum Sozialhilfe-Einwanderungsland werde. Da werden dem Vorarlberger viele – auch in Wien – recht geben.
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