Die Ermittlungen kamen ins Rollen, als eine der Ex-Freundinnen Mitte November Vermisstenanzeige erstattete. Wie sich allerdings herausstellte, dürfte der aus Kärnten stammende und im Bezirk Graz-Umgebung wohnhafte Mann eher die Flucht ergriffen haben und war untergetaucht - nach ihm wurde nämlich wegen diverser Betrügereien schon eineinhalb Jahre lang gesucht.
Ex-Freundin um 20.000 Euro gebracht
Die Liste der Vorwürfe gegen den 36-Jährigen ist lang und beinhaltet ergaunerte Geldbeträge verschiedener Größenordnungen. Jener Ex-Freundin, welche die Vermisstenanzeige erstattet hatte, fügte er einen Schaden von rund 20.000 Euro zu. Mit der Behauptung, verschiedene Arbeitgeber würden ihm Geld schulden, bekam er von ihr zur Finanzierung seines Lebensunterhaltes Bargeld, bestellte Waren auf ihren Namen, telefonierte auf ihre Kosten und schloss in ihrem Namen Telefonverträge ab.
Wie die Ermittler herausfanden, unterzeichnete der Mann unter anderem einen Kaufvertrag für einen Vorführwagen, der zwar auf ihn angemeldet, aber nie abgeholt wurde. Das vereinbarte Storno blieb er schuldig. Bei zwei anderen Autohäusern sowie einer Privatperson soll er ebenfalls gebrauchte Pkws gekauft haben, ohne sie zu bezahlen.
Fertigteilhaus bei Baufirma bestellt
Die größte "Anschaffung" des 36-jährigen Verdächtigen war ein Fertigteilhaus, das er bei einer Baufirma bestellte: Auch in diesem Fall blieb der mutmaßliche Täter die Stornokosten - rund 15.000 Euro - schuldig, ebenso bezahlte er auch die Notariatskosten für einen Grundstückskauf nicht. Besonders dreist war jedoch sein Versuch, die bereits stornierte Ablebensversicherung seiner Ex-Freundin mittels gefälschter Unterschrift auf einem Erlagschein wieder aufleben zu lassen.
Der Verdächtige wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft in die Justizanstalt Graz-Jakomini eingeliefert und wird wegen gewerbsmäßigem Betrug und Urkundenfälschung angezeigt. Die Polizei sucht noch nach möglichen weiteren Geschädigten.










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