Nach Fukushima

Japan reduziert CO2-Emissionsziele drastisch

Ausland
15.11.2013 06:42
Japan rückt deutlich von seinen Zielen zur Verringerung des klimaschädlichen CO2-Ausstoßes ab. Nach der Katastrophe von Fukushima müsse das Land wieder verstärkt auf fossile Energieträger setzen, sagte Regierungssprecher Yoshihide Suga am Donnerstag. Statt der vorgesehenen Senkung des CO2-Ausstoßes um 25 Prozent zwischen 1990 und 2020, sei das neue Ziel nun 3,8 Prozent unter dem Niveau von 2005.

Das ursprüngliche unter dem damaligen Regierungschef Yukio Hatoyama im Jahr 2009 ausgegebene Reduktionsziel sei "nicht realisierbar", sagte Suga. Wie japanische Medien berichteten, bedeuten die neuen Zielvorgaben eine Zunahme des CO2-Austoßes um drei Prozent im Vergleich zum Niveau von 1990. Ein Außenamtsvertreter sagte, die neuen Zahlen sollten kommende Woche beim UN-Klimagipfel in Warschau bekannt gegeben werden.

Seit Mitte September lebt Japan erneut ohne Atomstrom, wie dies bereits von Mai bis Juli 2012 einmal der Fall war. Seit dem Atomunglück von Fukushima am 11. März 2011 gelten für die Atommeiler in Japan verschärfte Sicherheitsvorkehrungen. Das Atomkraftwerk Fukushima war 2011 bei einem Erdbeben und einem Tsunami schwer beschädigt worden.

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