Kleine Lebensmittelproduzenten fühlen sich gegenüber bäuerlichen Direktvermarktern benachteiligt. Sie fordern ebensolche bürokratischen Erleichterungen. Der NÖ-Innungsmeister macht jetzt Druck.
Auf den Reformeifer der Regierung setzt die Wirtschaft. Konkret fordert Thomas Hagmann, der Innungsmeister des Lebensmittelgewerbes in NÖ, Erleichterungen für Produzenten. „Kleine und kleinste Unternehmen in diesem Bereich dürfen gegenüber landwirtschaftlichen Direktvermarktern nicht benachteiligt sein.“
Bürokratische Hürden
Vor allem beim Ausbau und bei Bewilligungen für Betriebsstätten seien gewerbliche Lebensmittelproduzenten wie etwa Fleischhauer, Bäcker oder Konditoren mit erheblich mehr Auflagen konfrontiert. „Es geht um Qualität, die schmeckt nicht um verstaubte Bürokratie“, sagt Hagmann und tritt für gesetzliche Regelungen mit mehr Praxisbezug ein. So sollte etwa die familiäre Mithilfe mit jener in bäuerlichen Betrieben gleichgesetzt werden: „Erleichterungen für Direktvermarkter sollten auch für kleine Lebensmittelproduzenten gelten.“
13.000 Jobs in der Branche
Immerhin zählen derzeit 1400 Betriebe in Niederösterreich zum Lebensmittelgewerbe. In dieser Branche sind im weiten Land rund 13.000 Mitarbeiter und 385 Lehrlinge beschäftigt. Unterstützt wird die Forderung nach mehr Fairness auch von Kammerpräsident Wolfgang Ecker.
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