29.10.2013 12:10 |

"Haben neues Leben"

Steirisches Geschwisterpaar bleibt in Paraguay

Das vor neun Jahren von seinem Vater nach Paraguay entführte steirische Geschwisterpaar wird vorläufig in der Stadt Capitan Miranda bleiben. Nach einem Besuch der Mutter wolle man in Kontakt bleiben, sagte die gebürtige Ungarin. "Ich muss ihren Willen respektieren. Ich kann sie nicht mit Gewalt zurücknehmen - sonst verliere ich sie", so die Mutter.

"Die Kinder haben mich neun Jahre nicht gesehen. Sie haben keine Vorstellung von ihrer Mutter gehabt. Und jetzt haben sie ein neues Leben dort, sie haben etwas aufgebaut. Natürlich haben sie Angst, dass sie alles verlieren", sagte die Frau in einem Interview in der ORF-Sendung "Thema". Ein Antrag auf Rückführung sei noch nicht eingebracht worden.

"Ich bin sehr stolz auf die Kinder"
Die Ungarin wurde bei ihrer Reise nach Paraguay von einem Psychologen und Dolmetscher begleitet. "Wir waren gut vorbereitet. Ich habe sehr große Angst gehabt, dass ich etwas falsch mache, dass ich sie überlaste, dass ich sie überrumple." Es sei schön zu sehen, wie die beiden zusammenhielten: "Ich bin sehr stolz auf die Kinder."

Die Geschwister waren vom damals 51-jährigen Vater im November 2004 nach der Scheidung und einem Sorgerechtsstreit nach Südamerika gebracht worden. Die Mutter verlor jeglichen Kontakt, eine Fahndung verlief erfolglos. Erst nachdem der Mann bei einem Unfall ums Leben kam, wurde der Fall geklärt. Anfang der Woche trafen die Kinder erstmals wieder auf ihre Mutter.

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