Inselstaat in Gefahr

Mann aus Kiribati will Status als Klimaflüchtling

Ausland
17.10.2013 19:55
Ein Mann aus dem pazifischen Inselstaat Kiribati (Bild) fordert in Neuseeland die Anerkennung als Klimawandelsflüchtling. Die Heimatinsel des 37-Jährigen sei durch den steigenden Meeresspiegel bedroht, wie der Anwalt des Mannes am Donnerstag im neuseeländischen Radio sagte. Ioane Teitiota habe deswegen eine Entscheidung der neuseeländischen Behörden angefochten, sein Aufenthaltsrecht nicht zu verlängern - ein bislang einmaliger Akt.

Nach Angaben des Anwalts ist das Visum von Teitiota abgelaufen. Er wehre sich aber wegen der klimatischen Bedingungen, die ihn in seiner Heimat erwarteten, gegen eine Abschiebung. Einige Regionen seien bereits unbewohnbar, sagte der Anwalt. Ernten würden zerstört und das Trinkwasser verseucht. Da aber sauberes Trinkwasser ein Menschenrecht sei, habe sein Mandant Anspruch auf den Flüchtlingsstatus. Er wäre der erste Klimawandelsflüchtling weltweit.

Kiribati besteht aus rund 30 Korallenatollen nahe dem Äquator, die zum Teil nur wenige Meter aus dem Wasser ragen. Die Regierung des Inselstaats denkt wegen der Gefahren durch den Klimawandel bereits darüber nach, wie die Bevölkerung im Ernstfall umgesiedelt werden könnte. Sie erwägt dabei auch die Aufschüttung künstlicher Inseln.

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