Zombie-Jagd

Resident Evil 4

Spiele
10.11.2005 17:31
Eigentlich wollte Capcom "Resident Evil 4" nur exklusiv für Nintendos GameCube auf den Markt bringen. Ein halbes Jahr später zeigen die Proteste der Fans Wirkung: Der Survival-Horror findet jetzt auch auf der Playstation seine gelungene Fortsetzung.

Leon S. Kennedy, den Fans bereits aus dem zweiten Teil bekannt, ist auf der Suche nach Ashley, der Tochter des Präsidenten. Die wurde entführt und wird nun irgendwo in der spanischen Pampa versteckt gehalten. Natürlich macht er sich, begleitet von der örtlichen Exekutive, auf die Suche. Die beiden spanischen Polizisten warten jedoch lieber im Auto - eine gute Entscheidung, die sie aber auch nicht vor dem Tod bewahrt. Gerade nämlich, als wir einen Bauern nach Ashley ausfragen wollen, nimmt der seine Heugabel und stürmt auf uns los. Plötzlich strömen Zombies aus allen Ecken und Löchern und Leon kämpft um das nackte Überleben.

"Resident Evil 4" hinterlässt beim Testen gemischte Gefühle. Einerseits ist da eine unglaublich packende Atmosphäre, geprägt durch tolle Grafik und mitreißenden Sound. Die nebelverhangenen Waldlandschaften sorgen für beklemmende Stimmung und die dramatisierende Musik lässt das Adrenalin höher schnellen. Immer wieder trifft der Spieler auf unvorhergesehene Ereignisse, die ihm schnelle Reaktionen abverlangen. So muss beispielsweise durch Tasten-Kombinationen gefährlichen Hindernissen ausgewichen oder mit dem Analog-Stick Feinde abgeschüttelt werden. Ausruhen ist nicht - Konzentration ist gefragt.

Auf der anderen Seite ist da eine gewöhnungsbedürftige Steuerung und Kamera, an die sich der Spieler erst mühsam gewöhnen muss. Die Kamera befindet sich fix hinter Leons rechter Schulter. Was das Zielen auf Gegner erleichtert, erweist sich beim Durchsuchen von Gegenden und Häusern als Hindernis, da das Sichtfeld stark eingeschränkt ist. Wer Action-Shooter gewöhnt ist, der wird auch mit der Prozedur des Schießens so seine Probleme habe: mit der rechten Schultertaste wird die Waffe angelegt, mit dem linken Analog-Stick wird gezielt und mit dem X-Button geschossen. 

Beim Zielen auf Gegner macht sich die nächste Eigenheit bemerkbar: Schießen und gleichzeitig laufen geht nicht. Der Spieler steht fest angewurzelt auf seinem Platz und muss mit ansehen, wie Horden Untoter auf ihn zuspazieren. Dieser Umstand mag für Fans der Serie Normalität sein, wer bisher andere Spiele gewohnt war, der wird erst fleißig üben müssen. Vor allem deshalb, weil "Resident Evil 4" auch im leichten Schwierigkeitsgrad so seine Tücken hat. Wer blind durch die Gegend ballern möchte, der wird schnell vor einem großen Dilemma stehen: die Munitionsvorräte gehen aus.

Hat Leon übrigens erst einmal die Tochter des Präsidenten gefunden, dann gilt es diese zu beschützen oder selbst in ihre Rolle zu schlüpfen. Da Ashley jedoch nicht auf eine langjährige Militärausbildung zurückblicken kann, gilt es mit ihr sich an den Feinden vorbeizuschleichen. Exklusiv für die Playstation gibt es auch noch fünf neue Szenarien, in denen der Spieler die Auftragskillerin Ada steuern darf.

Fazit: "Resident Evil 4" ist ein sehr gutes Spiel, voller Atmosphäre und prächtiger Grafik. Dennoch leidet das Spiel gerade zu Beginn unter der für Nicht-Fans umständlichen Steuerung. Hat man sich an diese erst einmal gewöhnt, dann steht einer packenden Story mit jeder Menge Grusel und Action nichts mehr im Weg. 

Platform: PS2 (getestet), GameCube
Publisher: Capcom
Krone.at-Wertung: 88%

von Sebastian Räuchle

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