Frist eingehalten
Syrien legte C-Waffen-Bestände offen
Die USA und weitere westliche Staaten werfen Syriens Führung vor, für Giftgasangriffe verantwortlich zu sein. Washington und Paris drohten deshalb mit einem Militärschlag. Damaskus nahm daraufhin einen russischen Vorschlag an, seine Chemiewaffen unter internationaler Kontrolle vernichten zu lassen. Am Samstag vergangener Woche gaben die USA und Russland Damaskus eine Woche Zeit, seine Giftgasbestände offenzulegen. Bereits am Freitag war bei der OVCW eine erste Übersicht zum syrischen Chemiewaffenprogramm eingegangen.
Moskau fordert Assad zur Zusammenarbeit auf
Russland forderte seinen engen Partner Syrien erneut mit Nachdruck zu einer Zusammenarbeit mit der internationalen Gemeinschaft auf, um einen US-Angriff zu vermeiden. Präsident Bashar al-Assad müsse stets die Wahrheit sagen, betonte der Chef der Kremlverwaltung, Sergej Iwanow, am Samstag. "Ich sage das jetzt theoretisch und hypothetisch: Aber falls wir zu der Überzeugung kommen, dass Assad schwindelt, können wir unsere Position ändern", erklärte der frühere Verteidigungsminister.
Bis der Umfang des syrischen Chemiewaffenarsenals festgestellt sei, werde es noch einige Tage dauern, sagte Iwanow. "Wir müssen verstehen, dass Assad nicht die Kontrolle über das gesamte Land hat. Wir wissen noch immer nicht, an welchen Orten sich der Vorrat an Chemiewaffen befindet." Dauer und Kosten der Vernichtung von Assads C-Waffen-Arsenal würden dann wohl erst in zwei bis drei Monaten feststehen, meinte der Vertraute von Präsident Wladimir Putin.
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