Die Gläubiger im 2022 eröffneten Insolvenzverfahren der FC Wacker Innsbruck GmbH müssen mit einem Totalausfall rechnen. Laut dem KSV von 1870 konnten kaum wirtschaftlich relevante Beträge für die Insolvenzmasse einbringlich gemacht werden – das Verfahren steht vor der Aufhebung!
Zur Vorgeschichte: Der Verein FC Wacker Innsbruck hatte seine Profi-Mannschaft, die zuletzt in der zweiten österreichischen Spielklasse aktiv war, im Jahr 2016 in die FC Wacker Innsbruck GmbH ausgelagert. Im Juni 2022 eröffnete das Landesgericht Innsbruck ein Konkursverfahren über diese FC Wacker Innsbruck GmbH.
Mehr als 130 Gläubiger meldeten daraufhin Forderungen in Höhe von knapp 18 Millionen Euro an, rund 2,4 Millionen wurden als berechtigt anerkannt.
Kaum relevante Beträge für Insolvenzmasse
Wie der Kreditschutzverband jetzt mitteilte, habe der zum Insolvenzverwalter bestellte Rechtsanwalt Herbert Matzunski „trotz intensiver Bemühungen in den letzten drei Jahren des Verfahrens kaum wirtschaftlich relevante Beträge für die allgemeine Insolvenzmasse einbringlich machen“ können.
Eine Quote kommt an die Gläubiger nicht zur Ausschüttung, die Gläubiger erleiden damit einen Totalausfall.

Klaus Schaller, Leiter des KSV1870 in Tirol
Bild: Tom Bause - bause.at
Großer Investor ohne Vermögen
Weiters hieß es: „Ein durch ein inländisches Gericht rechtskräftig festgestellter Anspruch über 1,2 Millionen Euro gegen den ehemaligen Investor Thomas Kienle war letztlich – aufgrund dessen Vermögenslosigkeit – im Ausland nicht einbringlich zu machen.“
Klaus Schaller, Leiter des KSV1870 in Tirol, erklärt: „In diesem Verfahren wurden Verbindlichkeiten in Höhe von rund 2,4 Millionen Euro anerkannt. Eine Quote kommt an die Gläubiger nicht zur Ausschüttung, die Gläubiger erleiden damit einen Totalausfall.“
Verfahren steht vor Aufhebung
Das Landesgericht werde in den nächsten Wochen einen letzten Verhandlungstermin bei Gericht anberaumen. Anschließend wird das Konkursverfahren aufgehoben werden.
Der Verein Wacker Innsbruck musste damals übrigens zwangsabsteigen und spielt mittlerweile in der viertklassigen Regionalliga Tirol. Dort ist der schwarz-grüne Traditionsverein derzeit Spitzenreiter.
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