Die Stimmung bei Unternehmern in der Grazer Innenstadt ist weiter verhalten. Wirtschaftsstadtrat Günter Riegler (ÖVP) forderte von der Rathauskoalition mehrmals mehr Geld für das Citymanagement. Das gibt es weiterhin nicht – dafür will Riegler jetzt selbst mehr Personal aufstellen.
Die Frequenz in der Grazer Innenstadt ist im Vorjahr um eine Million Passanten eingebrochen, im Februar waren’s wieder 160.000 weniger als zuletzt – auf der anderen Seite haben aber die Leerstände eklatant zugenommen. Diese Schieflage hat zuletzt immer wieder für öffentliche Diskussionen gesorgt.
Die prekäre Situation erfordert ein sofortiges Handeln. Leider gibt es von der Koalition keine zusätzlichen Mittel.
Günter Riegler, Wirtschaftsstadtrat (ÖVP)
Wirtschaftsbudget gekürzt
Wirtschaftsstadtrat Günter Riegler forderte deshalb mehrmals mehr Geld von der Rathauskoalition, um eben das Citymanagement auf professionelle Beine zu stellen. „Leider ist die Koalition nach wie vor nicht bereit, zusätzliche Mittel bereitzustellen“, schüttelt der ÖVP-Mann den Kopf. Das Wirtschaftsbudget wurde sogar von 5,7 Millionen Euro (2021) auf aktuell 2,7 Millionen Euro gekürzt.
Zumindest gibt’s jetzt aber mehr Personal – am Montag informierte Riegler den zuständigen KPÖ-Stadtrat Manfred Eber über seine Pläne. Alle zur Verfügung stehenden personellen Ressourcen werden in der städtischen Wirtschaftsabteilung (A15) gebündelt. Die Leitung wird ausgeschrieben. Die bisherige Citymanagerin Verena Hölzlsauer wird weiter für den Grazer Advent verantwortlich sein.
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