Dreiste Betrüger waren in Tirol leider wieder einmal mit dem bekannten Kautionstrick erfolgreich. Sie gaukelten einer 86-jährigen Innsbruckerin vor, dass ihre Schwester einen Verkehrsunfall verursacht hatte und festgenommen wurde. Mehr als 10.000 Euro und eine Goldkette sind weg.
Am Freitagnachmittag klingelte bei der älteren Dame in Innsbruck das Telefon. „Eine vermeintliche Bezirksrichterin gab an, dass die Schwester der 86-Jährigen einen schweren Verkehrsunfall verursacht habe“, berichtet die Polizei. „Daher sei die Schwester festgenommen worden und würde nur nach einer Kautionszahlung von 40.000 Euro freikommen.“ Die Innsbruckerin dürfe auch mit niemandem darüber sprechen.
Vor Wohnhaus übergeben
Eine halbe Stunde später läutete erneut das Telefon. „Dabei wurde der Frau mitgeteilt, dass vor ihrem Wohnhaus die Bezirksrichterin warten und das Geld entgegennehmen würde“, so die Ermittler. Die 86-Jährige begab sich daraufhin vor das Haus und übergab einer derzeit unbekannten Frau einen niederen fünfstelligen Eurobetrag und eine Goldkette. Anschließend verließ die unbekannte Frau die Örtlichkeit.
Appell der Tiroler Polizei
Laut der Exekutive kommt es aktuell vermehrt zu Betrugsanrufen im Großraum Innsbruck. „Betrüger geben sich am Telefon als Polizisten, Kriminal- oder Gerichtsbeamte aus und versuchen Bargeld und Wertsachen herauszulocken. Schützen Sie sich und warnen Sie Ihre Angehörigen“, appelliert die Polizei.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.