Bei massiven Verstößen

Verkehrssündern droht Führerscheinentzug in EU

Ausland
26.03.2025 08:55
Porträt von krone.at
Von krone.at

Bei massiven Verstößen gegen Verkehrsregeln in einem EU-Land könnte Lenkern bald ein Fahrverbot in der ganzen Europäischen Union drohen – unabhängig davon, in welchem Mitgliedsstaat sie ihren Führerschein erworben haben.

Nach geltendem Recht dürfen EU-Länder, die den Führerschein nicht ausgestellt haben, Fahrverbote nur im eigenen Hoheitsgebiet durchsetzen.

Die neue Regelung verpflichtet den Ausstellungsstaat nun unter bestimmten Voraussetzungen dazu, ein verhängtes Fahrverbot zu übernehmen und EU-weit durchzusetzen.

Vorläufige Einigung
Vertreter des EU-Parlaments und der Mitgliedstaaten erzielten die vorläufige Einigung, die sicherstellen soll, dass schwere Verkehrssünder künftig in allen Mitgliedstaaten zur Verantwortung gezogen werden – unabhängig davon, wo sie den Führerschein erworben haben.

Die Neuregelung soll insbesondere bei schweren Verstößen wie Trunkenheit am Steuer, erheblichen ...
Die Neuregelung soll insbesondere bei schweren Verstößen wie Trunkenheit am Steuer, erheblichen Geschwindigkeitsübertretungen oder Unfällen mit Todesfolge greifen.(Bild: Stockfotos-MG - stock.adobe.com)

Die Neuregelung soll insbesondere bei schweren Verstößen wie Trunkenheit am Steuer, erheblichen Geschwindigkeitsübertretungen oder Unfällen mit Todesfolge greifen. Voraussetzung ist, dass der Mitgliedstaat des Verstoßes eine mindestens dreimonatige Fahrpause verhängt und alle Rechtsmittel ausgeschöpft sind.

Formelle Bestätigung nötig
Die Einigung muss noch formell vom Europäischen Parlament und den Mitgliedstaaten im Rat bestätigt werden.

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