1286 Gemeinschaften gibt es mittlerweile in Oberösterreich. Im Oktober 2023 waren es „nur“ 583, seither ist die Zahl der Energiegemeinschaften kontinuierlich nach oben gestiegen. Die Anzahl der Teilnehmer liegt aktuell bei 29.903. Jene im Laudachtal feierte vor kurzem ersten Geburtstag und das mit positiven Zahlen.
„Bei der Gründung hatten wir eine gewisse Vorreiterrolle. Ich war und bin aber davon überzeugt, dass es eine gute Sache ist“, schildert Christian Hummelbrunner, Initiator und Mitglied der Energiegemeinschaft Laudachtal. Die Gemeinschaft wurde Ende 2022 gegründet und ist für private Stromerzeuger wie -abnehmer, welche vom Umspannwerk Vorchdorf versorgt werden, eine Ergänzung zur klassischen Energieversorgung.
545.000 Kilowattstunden produziert
„Es funktioniert wie eine verteilte PV-Anlage. Der Strom wird zwischen den einzelnen Mitgliedern aufgeteilt“, so Hummelbrunner. Innerhalb eines Jahres ist die Mitgliederanzahl von zwei auf 120 angestiegen. Zum ersten Geburtstag präsentierte der Vorstand – alle Vorstandsmitglieder sind ehrenamtlich tätig – überaus positive Zahlen im Gemeindeamt Kirchham. Insgesamt hat die Gemeinschaft im Berichtsjahr 545.000 Kilowattstunden produziert und davon 61 Prozent als Eigenbedarf verbraucht.
12 Cent für Einspeisung
Damit decken die Laudachtaler Strompioniere bereits knapp 30 Prozent ihres gesamten Energiebedarfes ab. Die Gemeinschaft bietet für die Mitglieder durchaus finanzielle Möglichkeiten: Lieferanten erhalten für ihre Einspeisung 12 Cent netto, Abnehmer können den Strom um 13 Cent netto beziehen. „Der noch größere Vorteil ist meiner Meinung nach aber, dass wir in der Region unseren eigenen Strom produzieren. Ich weiß ganz genau von wo er kommt, sehe die PV-Anlage am Dach von meinen Nachbarn“, so Hummelbrunner.
Generell ist das Teilen von Strom mit seinen Nachbarn in Oberösterreich im Trend. Anfang des Jahres gab es in unserem Bundesland bereits 29.903 Mitglieder in Energiegemeinschaften. Auch die Anzahl solcher Organisationen schoss von 583 auf 1286 in die Höhe.
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