Bundeskanzler Christian Stocker soll beim Bundesparteitag am 29. März offiziell zum ÖVP-Chef gewählt werden. Bisher ist der 65-Jährige nämlich nur geschäftsführender Parteiobmann. Zur Seite sollen ihm künftig gleich vier Stellvertreterinnen und Stellvertreter stehen.
Dabei handelt es sich um die künftige Salzburger Landeshauptfrau Karoline Edtstadler, Oberösterreichs Landeshauptmann Thomas Stelzer, EU-Parlamentarierin Sophia Kircher und die Vorarlberger Klubobfrau Veronika Marte. Das Wahlkomitee hat sich am Freitag einstimmig auf diese Politikerinnen und Politiker geeinigt. Am Samstag, 29. März, soll außerdem die Bundesfinanzreferentin oder der Bundesfinanzreferent gewählt werden.
Beginnen soll der Parteitag in Wiener Neustadt um 13 Uhr. „Mit drei von vier weiblichen Obmann-Stellvertreterinnen sowie mit einem Frauenanteil bei den Delegierten von knapp 50 Prozent steht dieser Bundesparteitag neben dem Jubiläumsjahr ‘80 Jahre ÖVP‘ auch im Zeichen einer positiven Veränderung im Sinne der starken weiblichen Handschrift der Volkspartei“, sagte Generalsekretär Nico Marchetti.
Nehammer hatte bestes Ergebnis
Das Ergebnis seines Vorgängers kann Stocker bei seiner Wahl zum Obmann nicht überflügeln. Nehammer, der nach den gescheiterten ersten Verhandlungen für eine Dreierkoalition zurücktrat, war 2022 bei einem außerordentlichen Parteitag mit 100 Prozent der Stimmen zum Parteichef gewählt worden. Überhaupt erhalten die ÖVP-Chefs bei ihren ersten Obmann-Wahlen traditionell eher hohe Ergebnisse. Sebastian Kurz wurde 2017 mit 98,7 Prozent gewählt, Reinhold Mitterlehner 2014 mit 99,1 Prozent.
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