Bekommt der Tunnel von Wolfgang Porsche auf den Kapuzinerberg eine Extra-Ausfahrt für Einsatzkräfte? Gemeinderat Christoph Ferch gefällt diese Idee der Anrainer.
Salzburgs Stadtberge und die darin befindlichen oder angedachten Löcher sind immer für Aufregung gut. Nach dem Mönchsberg und seiner Garage ist jetzt der Kapuzinerberg und sein geplanter Porsche-Tunnel dran. Dazwischen ging es rund um ein Loch mitten zwischen den Stadtbergen hindurch hoch her, den inzwischen versenkten S-Link.
In welcher Form der Porsche-Tunnel im Kapuzinerberg realisiert wird, ist noch offen. Derzeit wartet alles auf ein Gutachten, das bald vorliegen soll. Das wird vom nunmehrigen Eigentümer der Zweig-Villa am Kapuzinerberg, Porsche-Aufsichtsratschef Wolfgang Porsche, finanziert und soll klären, ob die Einmalzahlung von 40.000 Euro für die Nutzung von Stadtgrund für Tunnel und unterirdischer Garage verhältnismäßig ist.
Erst wenn das Gutachten vorliegt, soll im Gemeinderat über die nötige Änderung der Flächenwidmung abgestimmt werden. Wie berichtet, schlagen Anrainer eine eigene Ausfahrt aus dem Tunnel am Kapuzinerberg vor, um eine zweite wetterfeste Versorgungsstraße für den Berg zu haben.
Oberhalb der Zweig-Villa wäre Ausfahrt denkbar
Derzeit gibt es auch für Einsatzfahrzeuge nur die enge, kurvige Auffahrt von der Linzer Gasse aus. Gemeinderat Christoph Ferch (Liste Salz) sagt dazu: „Mit einem Ausgang für die Anrainer bin ich bei einem Beschluss für den Tunnel dabei. Gibt es den Ausgang nicht, muss man mir erst einmal erklären, weshalb das nicht gehen sollte.“
Er kennt sogar schon den Ort für eine mögliche Ausfahrt: Oberhalb der Zweig-Villa, hinter dem Pförtnerhaus, das sich ebenfalls im Eigentum der Stadt befindet. „Damit wären auch das Kapuzinerkloster und das Franziskischlössl besser angeschlossen. Ich sehe große Vorteile darin“, sagt Ferch.
Auch Anrainerinnen wie Doris Rüggeberg befürworten den Tunnel. Eine zweite Auffahrt auf den Berg würde Vorteile bringen. „Wir haben seit vielen Jahren keine Ampelregelung bekommen, wenn am Kapuzinerberg Baustellen waren“, erinnert sie sich. Dass Wolfgang Porsche die Villa, in der einst Stefan Zweig lebte, saniert, findet Gemeinderat Ferch „toll“. Das gelte auch für einen Tunnel – inklusive Ausfahrt. „Es wäre für die Stadt eine gute Sache. Da sollte man nicht reflexartig sagen, das geht nicht“, ist Ferch überzeugt.
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