Nach Fährunglück
Philippinen: Weiter Hoffnung auf Überlebende
Die Fähre "MV St. Thomas Aquinas" war in der Nacht zum Samstag rund zwei Kilometer vor dem Hafen der Stadt Cebu mit einem Frachter zusammengestoßen und binnen zehn Minuten gesunken. Zunächst war die Küstenwache von rund 170 verbliebenen Vermissten ausgegangen, nach einem Abgleich mit den Passagierlisten wurde diese Zahl am Sonntag auf 85 nach unten korrigiert.
Weiter Hoffnung auf Überlebende
Nachdem die Bergungsversuche am Samstagabend bei stürmischem Regenwetter unterbrochen werden mussten, suchten Marineschiffe und Fischerboote am Sonntag die Unglücksstelle wieder nach Überlebenden ab. Taucher wurden eingesetzt werden, um in den Rumpf des Schiffes vorzudringen. "Es ist möglich, dass es Luftblasen in den Kabinen gibt", sagte der Marinesprecher. Darin könnten Passagiere bis zu 72 Stunden überleben.
"Wegen des schnellen Sinkens ist es wahrscheinlich, dass viele Menschen in der Fähre untergegangen sind", erklärte Konteradmiral Luis Tuason. Die Kollision ereignete sich am späten Freitagabend in der Dunkelheit. An Bord des Frachters "Sulpicio Express 7", der mit der Fähre kollidierte, waren 36 Menschen, die alle unversehrt blieben.
Menschliches Versagen als Unglücksursache
Nach Behördenangaben waren beide Schiffe seetauglich und auch erst kürzlich überprüft worden, weshalb menschliches Versagen als Unglücksursache vermutet wird. Tuason zufolge wich eines der Schiffe offenbar von der zulässigen Route ab - offen blieb, welches. Die Unglücksstelle ist als Gefahrenpunkt bekannt. Es gibt dort wenig Platz für Ausweichmanöver. Täglich wird der Hafen von Cebu, der zweitgrößten Stadt des Landes, von Dutzenden Fähren angefahren.
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