Sturz aus Bus
Athen: Proteste nach Tod eines Schwarzfahrers
Thanassis Kanoutis war in einem Nahverkehrsbus mit dem Ticket-Kontrolleur aneinandergeraten und hatte Augenzeugen zufolge den Nothalt-Knopf gedrückt, um sich einer Strafe zu entziehen. Offenbar hatte er seinen Fahrschein nicht abgestempelt. Laut dem Vater des Opfers fiel der Teenager auf den Rücken, nachdem er im Zuge des Streits mit dem Kontrolleur aus dem Bus gestoßen worden war.
Beim Sturz aus dem fahrenden Bus zog sich der 19-jährige Student so schwere Verletzungen zu, dass er ins Krankenhaus gebracht werden musste. Nachdem eine erste Klinik ihm nicht helfen konnte, wurde er in ein anderes Spital transportiert, wo die Ärzte jedoch nur noch seinen Tod feststellen konnten.
Opfer konnte sich laut Syriza Fahrpreis nicht leisten
Syriza und andere linkspolitische Gruppen organisierten daraufhin am Freitag Proteste im Athener Vorort Peristeri, wo die Verwandten des Opfers einer Trauerzeremonie beiwohnten. Syriza zufolge konnte sich der junge Mann den Fahrpreis von 1,20 Euro nicht leisten, was "die erschreckende Situation eines Großteils der griechischen Gesellschaft zeigt".
Die Regierung warf dem Oppositionsbündnis wiederum vor, "einen tragischen Vorfall" für ihre Zwecke zu instrumentalisieren. "Der Tod eines jungen Mannes von 19 Jahren hat uns alle bestürzt, und die Gründe werden gründlich untersucht", erklärte Regierungssprecher Simos Kedikoglou. Der Bus-Verkehr im betroffenen Bezirk wurde von der Polizei "aus Sicherheitsgründen" ausgesetzt.
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