Wilde Verfolgungsjagd

Bei Flucht vor Polizei flogen die Mercedes-Teile

Tirol
11.03.2025 12:33

Eine wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei lieferte sich ein Russe (19) am späten Montagabend im Tiroler Unterland: Beamte wollten den Mercedes-Fahrer aufgrund überhöhter Geschwindigkeit anhalten, doch der drückte weiter aufs Gas. Nach mehreren riskanten Manövern bretterte der Verdächtige über einen Kreisverkehr, wobei Autoteile weggerissen und durch die Luft geschleudert wurden.

Kurz vor 22.30 Uhr geriet der 19-jährige Russe auf der B171 Tiroler Straße ins Visier einer Polizeistreife. „Mit überhöhter Geschwindigkeit und eingeschalteter Warnblinkanlage“ sei der Mercedes-Fahrer von Radfeld kommend in Richtung Brixlegg gebrettert. Die Beamten nahmen daraufhin sofort die Verfolgung des Tempobolzers auf.

Riskante Manöver bei Wahnsinnsfahrt
Vom Blaulicht und Folgetonhorn zeigte sich der Raser jedoch unbeeindruckt. „Der Lenker reagierte nicht“, so die Ermittler. Er drückte weiter aufs Gas, bretterte über die regennasse Fahrbahn und dann durch den Stadtbergtunnel Rattenberg. In einer leichten Linkskurve habe er dann die Kontrolle über den Wagen verloren, worauf dieser aufs Straßenbankett geriet.

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Beim Überfahren der Kreisverkehrinsel flogen mehrere Fahrzeugteile durch die Luft und blieben dann auf der Fahrbahn liegen.

Die Ermittler

Dort mähte der Verdächtige Leitpflöcke nieder, ehe er den Mercedes zurück auf die Fahrbahn brachte. Dann donnerte der 19-Jährige mit dem Auto noch quer über den Kreisverkehr auf Höhe B171/Kramsacher Straße. „Beim Überfahren der Kreisverkehrinsel flogen mehrere Fahrzeugteile durch die Luft und blieben dann auf der Fahrbahn liegen“, schildern die Ermittler weiter.

Lenker mit Rettung in die Klinik
Letztlich krachte der Wagen gegen einen Randstein und kam entgegen der Fahrtrichtung zum Stillstand. Zum Zeitpunkt des Unfalls hätten sich zum Glück keine anderen Verkehrsteilnehmer in diesem Bereich befunden. Der 19-Jährige erlitt jedoch Verletzungen und musste nach der Erstversorgung mit der Rettung in die Klinik Innsbruck eingeliefert werden. 

Der Russe wird wegen des Verdachts der Gefährdung der körperlichen Sicherheit sowie mehrerer Verwaltungsübertretungen angezeigt.

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