"Wie beim Urlaub"

Kranksein im Zeitausgleich: ÖVP auch für Reform

Österreich
07.08.2013 14:31
Im Krankheitsfall Zeitausgleich mit Urlaub gleichsetzen: Diese auf ein OGH-Urteil basierende SPÖ-Forderung scheint nun auch von der ÖVP mitgetragen zu werden. Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner ist "auch dafür, dass man das saniert", berichtete das Ö1-Mittagsjournal am Mittwoch. Konkret geht es darum, dass Arbeitnehmer, die während eines Zeitausgleichs krank werden, diese freie Zeit wie beim Urlaub ersetzt bekommen sollen.

Das hat der Oberste Gerichtshof so entschieden, deshalb soll nun das Gesetz geändert und auch der Zeitausgleich berücksichtigt werden - "wie beim normalen Urlaub", so der Wirtschaftsminister. Damit scheint eine entsprechende Reparatur dieser Regelung nur mehr eine Frage der Zeit zu sein. Neben SPÖ und nun auch ÖVP steht die gesamte Opposition hinter der Forderung, die vor wenigen Tagen von Sozialminister Rudolf Hundstorfer geäußert wurde.

Wirtschaftsminister hat keine Angst vor Missbrauch
Mitterlehner befürchtet auch keinen Missbrauch: "Gerade urlaubstundenleistende Mitarbeiter sind besonders motiviert und stehen dem Unternehmen besonders positiv gegenüber", ließ der Minister im Ö1-Interview wissen. Ein entsprechendes Gesetz werde sich aber wohl nicht mehr vor der Nationalratswahl im September ausgehen.

Sichtlich zufrieden wurde die Positionierung der Volkspartei aufseiten der SPÖ vernommen. "Das ist durchaus erfreulich und lässt hoffen, dass es ehebaldigst zu einer Reparatur kommt", erklärte SPÖ-Sozialsprecherin Renate Csörgits am Mittwoch. "Es ist eine Frage der Gerechtigkeit, dass die Zeitausgleichstage ebenso wie Urlaubstage behandelt werden, wenn Arbeitnehmerinnen oder Arbeitnehmer während der Konsumation solcher Tage erkranken", betonte Csörgits.

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